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Fachhochschule des Mittelstands (FHM), 27.06.06

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Fachhochschule des Mittelstands (FHM), 27.06.06

Wissenschaftler und Studierende der Gesundheitswirtschaft zu Gast in China

Im Rahmen einer einwöchigen Exkursion nach China informierten sich Studierende und Wissenschaftler der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld aus dem Bereich Gesundheitswirtschaft über das chinesische Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt der Reise stand neben Shanghai auch die südchinesischen Stadt Suzhou, in der die FHM seit 2005 ein Deutsch-Chinesisches Mittelstandsinstitut (DCMI) betreibt. Die Studierenden führten zahlreiche Fachgespräche mit chinesischen Krankenhausmanagern, Gesundheitswissenschaftlern, Ärzten, Pflegekräften, Krankenversicherern und Beamten.

Die Teilnehmer der Exkursion gemeinsam mit Ärzten, Pflegekräften und Managern des Suzhou Kowloon Hospital, einem Lehrkrankenhaus der Shangai Jiaotong University Medical School.
Foto: FHM

Deutschland und China stehen in einigen Bereichen vor sehr ähnlichen Herausforderungen. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung und die damit verbundenen steigenden Kosten für die Gesundheitsversorgung stellen ein gemeinsames Problem dar. Erhebliche Unterschiede fallen dagegen im Bereich der Krankenversicherung, der Bezahlung von Krankenhausleistungen und der Ausbildung von Ärzten auf. Eine zentrale Rolle für die Entwicklung des chinesischen Gesundheitssystems spielt daher derzeit die Weiterentwicklung der Krankenversicherungen in China, damit ein größerer Teil der Einwohner einen Zugang zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung bekommt. Die chinesischen Verantwortlichen orientieren sich dabei an amerikanischen und deutschen Modellen. "Private Krankenversicherungen nach deutschem Vorbild werden einen zunehmenden Beitrag zur Sicherstellung der flächendeckenden medizinischen Versorgung der Bevölkerung leisten", so Kerstin Rempe, die in verantwortlicher Position bei einer deutschen Krankenversicherung tätig ist und wie sechs weitere Teilnehmer der Delegation an der FHM berufsbegleitend ein Studium der Gesundheitswirtschaft absolviert.


"Die chinesische Gesundheitswirtschaft entwickelt sich unglaublich schnell", so Prof. Dr. med. Uwe Sander von der Fachhochschule des Mittelstands (FHM). "Selten habe ich so viele modernste medizinische Geräte auf einmal gesehen." Viele dieser Geräte seien aus Deutschland importiert. Einer der Schwerpunkte der Gespräche war außerdem das Management von Krankenhäusern. "Im Bereich des modernen Controllings und des Qualitätsmanagements haben wir besonders viele Ansätze für einen wissenschaftlichen Austausch gefunden", so Dr. habil Herbert Schirmer, Experte für Krankenhauscontrolling und Dozent an der FHM. Der Besuch zahlreicher Krankenhäuser brachte Einblicke in das chinesische Gesundheitssystem. "Das Miteinander von traditioneller chinesischer Medizin und der modernen evidenzbasierten Medizin ist auch für Deutschland ein interessantes Modell", berichtete Christoph Zabe-Brechtel. Der China-Experte leitet das Deutsch-Chinesische Mittelstandsinstitut (DCMI) der FHM in Suzhou.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass für deutsche Gesundheitsexperten die Landkarte der chinesischen Gesundheitswirtschaft noch viele weiße Flecken aufweist. Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) wird diese im Bereich Gesundheitswirtschaft in Zukunft verstärkt mit praxisorientierten Erkenntnissen ausfüllen.

Über die FHM:
Seit ihrer Gründung im Mai 2000 hat sich die staatlich anerkannte, private Fachhochschule des Mittelstands (FHM) zu einer festen Größe in der Hochschullandschaft entwickelt. Die FHM hat sich das Ziel gesetzt, Führungsnachwuchskräfte speziell für die mittelständische Wirtschaft zu qualifizieren. Das Studienkonzept beinhaltet eine kurze Studiendauer, eine hohe Praxisorientierung, kleine Studiengruppen und eine individuelle Betreuung. Das aktuelle Studienangebot umfasst die Bachelor- und Diplomstudiengänge Betriebswirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Handwerksmanagement, Informatikmanagement, Medienwirtschaft und Medienkommunikation & Journalismus sowie zahlreiche Master-Studiengänge. Weitere Schwerpunkte setzt die FHM mit ihren Instituten in den Bereichen Wissenschaftliche Weiterbildung, Existenzgründung und Unternehmensnachfolge im In- und Ausland.

Weitere Informationen:


Vanessa Vieselmeier, Fachhochschule des Mittelstands (FHM)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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