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Forschungszentrum Informatik, 31.03.08

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Forschungszentrum Informatik, 31.03.08

Schlagworte

E-Learning, Lernen

Das Wissen der Mitarbeiter reifen lassen

Im EU Integrating Project MATURE werden neue Formen kontinuierlichen lebensbegleitenden Lernens entwickelt / Kick-Off am 2.4. in Karlsruhe / Projekt verbindet Erfahrungen aus E-Learning und kollaborativem Lernen in der Gemeinschaft / FZI Forschungszentrum Informatik zeichnet für die wissenschaftlich-technische Koordination von 12 Partnern aus fünf europäischen Ländern verantwortlich und bringt in die Forschung seine Wissensreifungstheorie ein

Mit einem Projektbudget von 9,1 Millionen Euro fördert die Europäische Kommission ab sofort vier Jahre lang die Entwicklung neuer Formen kontinuierlichen lebensbegleitenden Lernens im Beruf. An dem Integrierenden Projekt (IP) MATURE (http://mature-ip.eu) beteiligen sich 12 Partner aus fünf europäischen Ländern. Es sind führende Unternehmen und Forschungseinrichtungen in den Bereichen Informelles Lernen, Organisationales Lernen, Wissensmanagement, Geschäftsprozessmanagement und Semantische Technologien. Darüber hinaus verfügt MATURE über ein ständig wachsendes Netzwerk von assoziierten Partnern aus Industrie und Forschung. Das FZI Forschungszentrum Informatik ist für die wissenschaftlich-technische Koordination des Konsortiums zuständig und bringt seine am FZI entwickelte Wissensreifungstheorie in die Forschungsarbeit ein.


MATURE verbindet Erkenntnisse aus dem E-Learning und dem Erfolg des kollaborativen Lernens in Interessensgemeinschaften des Web 2.0. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Web 2.0 haben gezeigt, dass bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer Communityplattform eine beachtliche Motivation besteht, sich in einen gemeinschaftlichen Lernprozess einzubringen. Diese Motivation wollen die an MATURE beteiligten Forscherinnen und Forscher nutzen. Sie lenken den dynamischen Wissensaufbau durch eine neue Form softwaregestützter organisationaler Führung. Das Konzept erschließt das in den Köpfen vorhandene Wissen über die Aufgaben und die zur Lösung eingesetzten Arbeitstechniken, bezieht aber auch klassische Kurse und Weiterbildungsmaterialien in das Lernumfeld ein. Bei dieser Wissensorganisation betrachtet MATURE die verschiedenen Lernprozesse als miteinander verwoben und aufeinander aufbauend, so dass sich ein Reifungsprozess ergibt, in dem das Wissen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kontinuierlich heranreifen kann. Solches Wissen kann die Gestalt klassischer Dokumente oder Lerninhalte annehmen, kann aber auch kollaborativ erzeugtes Strukturwissen darstellen, das sich auf Abläufe (Aufgaben, Prozesse, Arbeitstechniken) oder semantische Strukturen (wie Ontologien oder Kompetenzmodelle) bezieht. Hauptforschungsziel des Projektes ist, den Wissensreifungsprozess auf Basis empirischer Studien besser zu verstehen und Softwarewerkzeuge und Dienste zu bauen, die helfen, Barrieren bei der Wissensgewinnung und beim Wissensaufbau zu überwinden.

Vier Forschungsschwerpunkte, 12 Forschungspartner
MATURE hat vier miteinander verbundene Forschungsschwerpunkte, die von 12 europäischen Forschungseinrichtungen bearbeitet werden:
1. Die Analyse der derzeitigen Praxis der Wissensreifung mit dem Ziel, ein Referenzmodell abzuleiten.
2. Den Aufbau einer persönlichen Lern- und Wissensreifungsumgebung (Personal Learning Environment, PLE), über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Wissen unkompliziert einbringen und weiterentwickeln sowie benötigtes Wissen einfach abrufen können.
3. Den Aufbau einer geeigneten Organisationsumgebung für die Analyse und Lenkung der gemeinschaftlichen Aktivitäten aller Beteiligten sowie von Innovationsprozessen.
4. Die Entwicklung wiederverwendbarer Dienste, die den Wissensreifungsprozess unterstützen.

Projektpartner:
FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (Wissenschaftlich-technischer Koordinator)
http://www.fzi.de/ipe

CIMNE, Barcelona, Spanien (Administrativer Koordinator)
http://www.cimne.upc.es/

TU Graz, Institut für Wissensmanagement, Österreich
http://www.kmi.tugraz.at

SAP AG, Walldorf
http://www.sap.com

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Institut für Wirtschaftsinformatik, Österreich
http://www.uibk.ac.at/iwi/

Fachhochschule Nordwestschweiz, Institut für Wirtschaftsinformatik, Olten, Schweiz
http://www.fhnw.ch

Pontydysgu, Wales, Großbritannien
http://www.pontydysgu.org

Universität Paderborn, Paderborn, Deutschland
Institut für Didaktik der Informatik
http://www.informatikdidaktik.de/rootcollection

London Metropolitan University, Learning Technology Research Institute, London, Großbritannien
http://www.londonmet.ac.uk/ltri/

BOC Asset Management GmbH, Wien, Österreich
http://www.boc-eu.com

University of Warwick. Institute for Employment Research, Warwick, Großbritannien
http://www2.warwick.ac.uk/fac/soc/ier/

Structuralia, Alcobendas (Madrid), Spanien
http://www.structuralia.es


Vera Münch, Forschungszentrum Informatik
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Unter E-Learning (auch eLearning, englisch electronic learning – elektronisch unterstütztes Lernen), auch E-Lernen genannt, werden – nach einer Definition von Michael Kerres – alle Formen von Lernen verstanden, bei denen digitale Medien für die Präsentation und Distribution von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen. Für E-Learning finden sich als Synonyme auch Begriffe wie Online-Lernen, Telelernen, Computer Based Training, multimediales Lernen, Open and Distance Learning, computergestütztes Lernen u. a. Wikipedia


 
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Unter Lernen versteht man den bewussten und unbewussten, individuellen oder kollektiven Erwerb von geistigen, körperlichen, sozialen Kenntnissen und Fertigkeiten oder Fähigkeiten. Lernen kann außerdem als ein Prozess der relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnen Einsichten und des Verständnisses (verarbeiteter Wahrnehmung der Umwelt oder Bewusstwerdung eigener Regungen) aufgefasst werden. Wikipedia


 

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