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Fachhochschule Jena, 13.09.06

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Fachhochschule Jena, 13.09.06

Vernetzung von Praxis, Wissenschaft und Gesellschaft

Das "Georg-Streiter-Institut" für Pflegewissenschaft der Fachhochschule Jena

Prof. Dr. Stephan Dorschner, seit dem 01. September Direktor des "Georg-Streiter-Instituts" für Pflegewissenschaft der Fachhochschule Jena
Foto: Neef

(Jena, 13.9.2006) Beim heutigen Pressegespräch in der Fachhochschule Jena stellte Prof. Dr. Stephan Dorschner (Fachbereich Sozialwesen) das neu gegründete "Georg-Streiter-Institut" für Pflegewissenschaft der Fachhochschule Jena vor.

Georg Streiter (1884 -- 1945?), war Gewerkschaftler und ein früher Reformer der beruflichen Krankenpflege. Er verband politisches Engagement, Pflegewissenschaft und Pflegepraxis auf beeindruckende Weise. Vermutlich im Frühjahr 1945 wurde der Nazi-Gegner im Konzentrationslager Ravensbrück erschossen.


"Eine Vernetzung von Pflegepraxis, Pflegewissenschaft und gesellschaftlichem Engagement ist unser Anliegen", erklärte Institutsdirektor Stephan Dorschner, "zudem lassen sich so verschiedene Kompetenzen und Ressourcen erfolgreich bündeln."

Inhaltliche Schwerpunkte des "Georg-Streiter-Instituts" der FH Jena sind die Angewandte Pflegeforschung, das Pflegemanagement und die Lehre einschließlich der Weiterbildung. Zur Angewandten Pflegeforschung gehören beispielsweise die Pflege von chronischen Krankheiten, die Einrichtung eines Zentrums für Palliativpflege sowie die Gründung eines Seminars für historische Pflegeforschung. Der 8. "Internationale Kongress zur Geschichte der Pflege" wird 2008 in der Fachhochschule Jena stattfinden.

Neben Prof. Dorschner, der Theorie und Praxis der Pflege lehrt, gehören zwei weitere FH-Professoren dem Institut an: die Psychologin Prof. Dr. Regina Krczizek und Prof. Dr. Olaf Scupin mit dem Lehrgebiet Pflegemanagement, weiterhin der Jurist und Honorarprofessor der FH Jena Hans Böhme, der am 05. Oktober seine Antrittsvorlesung an der FH Jena hält sowie Prof. Dr. em. Karl-Friedrich Wessel, Philosoph der Humboldt Universität Berlin.

Zu den ersten Vorhaben des Instituts gehört die Verantwortung für das "Projekt Pflegeprozess", eine zweijährige Pflege-Analyse, an der sich weit über 300 Thüringer Pflegeeinrichtungen beteiligen. Eine "Feuertaufe" ist jedoch die Mit-Organisation des kommenden 4.Thüringer Pflegetages am 22. und 23. September im Hotel Steigenberger Esplanade Jena. Im Fokus des diesjährigen Pflegetages stehen die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen. Zahlreiche Pflegepraktiker aus ganz Thüringen haben sich angekündigt. "400 Anmeldungen liegen bereits vor", so Prof. Dorschner: "doch die Stühle werden erst bei 600 Anmeldungen knapp".

Kontakt: stephan.dorschner@fh-jena.de
Tel. 03641 - 205 853

Weitere Informationen:


Sigrid Neef, Fachhochschule Jena
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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