Vattenfall und Deutsche Bahn mit Negativ-Image
Analysen wie diese sind Ergebnisse des neuen Mediaskop/economics der Universität Hohenheim - einem Gemeinschaftsprodukt des Kommunikationswissenschaftlers Prof. Dr. Frank Brettschneider mit dem internationalen Institut für Media Intelligence, Media Tenor. Als Trendmesser für Wirtschaftsthemen und ihre Top-Repräsentanten listet das Hohenheimer Mediaskop die Häufigkeit und die Tendenz der Medienimages von Unternehmen und Branchen, ermittelt die Top-Ten der Wirtschaftsrepräsentanten und rankt die führenden Wirtschaftsthemen. Dabei stützt sich das Mediaskop/economics auf die tagesaktuelle Auswertung von 37 Leitmedien - von der Tageszeitung bis zum Nachrichtenjournal. Zu folgenden Ergebnissen kam die Untersuchung im Juli:
Branchen im Juli (Anlage Bra0707)
Wenn im Juli über Unternehmen und Manager berichtet wurde, standen Produkte und Dienstleistungen an der Spitze. An zweiter Stelle folgte der Kauf oder Verkauf von Unternehmen bzw. Unternehmensanteilen, an dritter Stelle die Berichterstattung über den Vorstand oder das Management. Dabei standen insbesondere die Unternehmensspitzen von Vattenfall, von EADS, der Deutschen Bahn und der WestLB im Fokus der Medienaufmerksamkeit.
Unternehmen im Juli (Anlage Unter0707)
Top-Managementpersonalien, Skandale und Unglücksfälle zählen auch zu den Hauptnachrichtenfaktoren, wenn das Fernsehen über Unternehmen berichtet. Daher verwundert es nicht, dass Vattenfall, wie schon im Juni, massiv in der Kritik stand, die im Rücktritt von Vattenfall-Europe-Chef Klaus Rauscher mündete. Sein Nachfolger wird viel Vertrauensarbeit leisten müssen, um aus diesem Image-Tal wieder heraus zu kommen.
Dagegen erscheint das Negativ-Image der Deutschen Bahn fast noch harmlos, obwohl auch dieses Unternehmen aufgrund des anhaltenden Streits mit der GDL häufig und sehr negativ Gegenstand der TV-Berichterstattung war.
Massive Verluste aufgrund von Fehlspekulationen brachten die WestLB in die Negativschlagzeilen und führten zur Ablösung des Vorstandsvorsitzenden Thomas Fischer.
Wirtschaftliche und soziale Lage im Juli (Anlage Lage0707)
Über die wirtschaftliche Lage in Deutschland wird nach wie vor häufiger berichtet als über die soziale Lage. Die Wirtschaftslage wurde im Juli zum zweiten Mal in Folge nur noch neutral vermittelt, während die soziale Lage Monat für Monat nicht mehr ganz so negativ dargestellt wird, wie noch zu Beginn des Jahres. Die gegenwärtige Lage der Unternehmen befindet sich in der Berichterstattung nach wie vor im Abwärtstrend. Im Kontrast zu dem Rekordtief bei der gegenwärtigen Unternehmenslage werden die Zukunftsaussichten der Unternehmen von den Massenmedien weiterhin optimistisch gesehen.
Mediaskop: www.uni-hohenheim.de/mediaskop
Kontaktadresse:
Prof. Dr. Frank Brettschneider, Universität Hohenheim, Fachgebiet Kommunikationswissenschaft
Tel.: 0711 459-24030 oder -22870, E-Mail: frank.brettschneider@uni-hohenheim.de


