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Universität Duisburg-Essen, 26.09.07

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Universität Duisburg-Essen, 26.09.07

Schlagworte

Minijob, Niedriglohn

UDE: "Minijobs unzeitgemäß" - Neues Buch zu Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland

Seit Mitte der 1990er Jahre steigt die Niedriglohnbeschäftigung hierzulande sprunghaft an. In einigen Branchen ist diese Entwicklung besonders gravierend - in Ostdeutschland zudem stärker ausgeprägt als in den alten Bundesländern. Das zeigen Professor Dr. Gerhard Bosch und Dr. Claudia Weinkopf vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen in ihrer Studie "Arbeiten für wenig Geld". Sie ist soeben im Campus Verlag erschienen und Teil eines großen internationalen Ländervergleichs. An den Beispielen Call Center, Einzelhandel, Ernährungsindustrie, Hotel und Krankenhaus analysieren die IAQ-Wissenschaftler die Niedriglohnarbeit in Deutschland und machen deutlich, wo politischer Handlungsbedarf besteht.

Im Vorwort der 319 Seiten starken IAQ-Studie kritisiert der Nobelpreisträger von 1987 Robert M. Solow eine besondere deutsche Beschäftigungsform - die Minijobs - als unzeitgemäß. Es sei fraglich, "ob diese Institution eine tragfähige Langzeit-Lösung in einer modernen Wirtschaft sein kann", so der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler. Für Beschäftigte, die über längere Zeit keinen Ausweg aus gering bezahlter Arbeit gefunden haben, bedeute Niedriglohnarbeit "Armut inmitten Wohlstands".

Die jetzt veröffentlichten Untersuchungen von Bosch und Weinkopf fließen in den großen internationalen Vergleich der Russell Sage Foundation zu Ursachen, Struktur und Ausmaß der Niedriglohnbeschäftigung in Europa und den USA ein. Die bedeutendste Fachgesellschaft der sozialwissenschaftlichen Forschung in den USA hatte die Bearbeitung des deutschen Teils an das IAQ vergeben. Auch Dänemark, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande nehmen an der Analyse teil. Derzeit werden die nationalen Ergebnisse miteinander verglichen. 2008 soll der Vergleich der Länderstudien dann publiziert werden.

Bosch, Gerhard / Weinkopf, Claudia (Hrsg.), 2007: Arbeiten für wenig Geld: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Frankfurt/Main: Campus Verlag. ISBN 978-3-593-38429-0

Weitere Informationen: Prof. Dr. Gerhard Bosch, Tel. 0209/1707-147, gerhard.bosch@uni-due.de; Dr. Claudia Weinkopf, Tel. 0209/1707-142, claudia.weinkopf@uni-due.de, Claudia Braczko, Tel. 0209/1707-176, 0170-8761608
presse-iaq@uni-due.de

Weitere Informationen:


Ulrike Bohnsack, Universität Duisburg-Essen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Das deutsche Recht unterscheidet bei einer geringfügigen Beschäftigung (auch „Minijob“) zwischen zwei Formen, der geringfügig entlohnten und der kurzfristigen Beschäftigung. Alle geringfügige Beschäftigungsverhältnisse müssen wie andere Beschäftigungsverhältnisse der Sozialversicherung gemeldet werden. Zur Steuerpflicht siehe unten. Etwa 2,1 Millionen Arbeitnehmer zählt die Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2007, die einer Doppel-Beschäftigung mit mindestens einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen.[1] Wikipedia


 
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Niedriglohn bezeichnet einerseits die Bezahlung eines Beschäftigten unterhalb des Tariflohnniveaus des jeweiligen Landes, andererseits einen Lohn, der auch bei Vollzeitbeschäftigung das Existenzminimum nicht sichert. Diese Bezeichnung wird auch dann benutzt, wenn der Beschäftigte ein Saisonarbeiter ist, für den der erhaltene Niedriglohn nach seiner Heimkehr dank günstiger Wechselkurse deutlich über dem Existenzminimum liegt. Wikipedia


 

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