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Universität Mannheim, 27.03.06

Themendienst Wirtschaft & Gesellschaft

Ausgabe März 2006

Politik und Gesellschaft

Ich diene - also herrsche ich
Politiker und Manager demonstrieren ihre Macht oft durch Demut - Prof. Annette Kehnel weiß, warum

Angela Merkel war gerade zur Bundeskanzlerin gewählt worden, als sie sagte: "Ich will Deutschland dienen". Manager demonstrieren anhand ihres vollen Terminkalenders, wie sie für ihren Beruf leiden - aber auch, wie wichtig sie sind. Für Prof. Dr. Annette Kehnel ist die Verflechtung von Macht und Demut keine Überraschung. "In der Geschichte finden sich zahllose Beispiele, in denen freiwillige Demütigung zur Steigerung der eigenen Macht diente", sagt die Wissenschaftlerin. Mittelalterliche Könige warfen sich zu Boden, um ihre Ansprüche durchzusetzen. Und schon in der Steinzeit gab es dieses Phänomen. http://www.uni-mannheim.de/p/1_8_14.html


Sterben dürfen: Mehr Autonomie am Lebensende
Juraprofessor Jochen Taupitz plädiert für eine gesetzliche Verankerung von Patientenverfügungen

In Würde sterben dürfen: Diesen Wunsch fixieren vor allem ältere Menschen oft auch schriftlich. Die so genannte Patientenverfügung ist in der Praxis weit verbreitet, aber nicht gesetzlich geregelt. "Das würde so viel mehr Sicherheit im Umgang mit ihr bringen", sagt Professor Jochen Taupitz. Der Jurist gibt zudem die Empfehlung, dass Patientenverfügungen nicht nur für Krankheiten gelten sollten, die zwangsläufig zum Tod führen. http://www.uni-mannheim.de/p/1_8_15.html

Wirtschaft

Wissen, was hinter der Kurve passiert
Mannheimer Informatiker entwickeln System, mit dem Autos Informationen austauschen können

Dank Holger Füßler und Sascha Schnaufer könnte der Straßenverkehr im Jahr 2016 erheblich sicherer sein als jetzt. Die beiden Informatiker arbeiten an einem Kommunikationssystem, mit dessen Hilfe es möglich sein wird, dass Autos untereinander Informationen austauschen - ohne dass der Fahrer daran beteiligt ist. So gibt beispielsweise ein Wagen, der am Ende eines Staus steht, mit Hilfe der an der Universität Mannheim entwickelten Technik Funksignale an andere heranfahrende Autos weiter und verhindert Auffahrunfälle. http://www.uni-mannheim.de/p/1_8_16.html

Kleine Preise schön verpackt
Auf die Preispräsentation kommt es bei den Sonderangeboten an

Schnäppchen jagen ist zu einer beliebten Sportart geworden. Prof. Dr. Hans Bauer hat mit seinen Mitarbeitern untersucht, wie Rabatte grafisch gestaltet sein müssen, damit die Kunden bei den Produkten zugreifen. Das Ergebnis: Rabatt ist nicht gleich Rabatt. Kunden werden zwar aufmerksam, wenn ein Preisnachlass extra ausgewiesen ist. Sie kaufen aber nur, wenn die Darstellung des Rabatts eine bestimmte Form hat - abhängig davon, wie relevant die Ware für die Zielgruppe ist. http://www.uni-mannheim.de/p/1_8_17.html


Achim Fischer, Universität Mannheim
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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