Hilfe: Sie befinden sich auf...

Eberhard Karls Universität Tübingen, 26.04.04

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Eberhard Karls Universität Tübingen, 26.04.04

"Zivilcourage lernen" - ein integriertes Projekt Wissenschaft, Praxis und politische Bildung

"Zivilcourage ist eine viel beschworene, aber oft unbequeme Tugend. Zivilcourage ist gleichbedeutend mit einer Kultur des "Hinschauens" und des "Eingreifens" in einer sozial verantwortlichen Bürgergesellschaft. Zivilcourage oder sozialer Mut ist jedoch nicht nur in akuten Not- und Bedrohungssituationen gefragt, sondern auch in vielfälti-gen Alltagssituationen am Arbeitsplatz im Betrieb und Verwaltungen, im Verein oder in der Partei. Zivilcourage heißt im Konfliktfall gegen den Strom schwimmen, anecken, Widerspruch üben, sich einsetzen für andere, sich wehren, mutig einschreiten. Nur durch sozialen Mut kann auch die Auseinandersetzung mit Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gelingen. Wie wehrt man sich gegen Mobbing und sexuelle Belästigung, wie ermutigt man andere, etwas zu tun, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen?

Zu diesen Fragen hat der Politikwissenschaftler Gerd Meyer vor zwei Jahren ein praxisorientiertes Kooperations- und Publikationsprojekt initiiert und geleitet. Das Ergebnis sind zwei Bände: eine Monographie fasst Forschungsergebnisse aus neun Disziplinen zusammen und untersucht systematisch, was Menschen veranlasst, als Ausdruck lebendiger Demokratie Zivilcourage im Alltag zu zeigen. Der Praxisband "Zivilcourage lernen" vereint Analyse, Praxisanalysen aus Politik und Gesellschaft mit Designs und Materialien für die politische Bildung. Auf über 400 Seiten analysieren 33 Wissenschaftler und Praktiker das Verständnis, Bedingungen und Chancen der Förderung von Zivilcourage. An Beispielen und in Fallstudien zeigen sie zivil-couragiertes Handeln in unterschiedlichen Handlungsfeldern auf. Für die Praxis der politischen Bildungsarbeit werden Arbeitshilfen, Seminarmodelle und Trainings vorgestellt. Dem Band liegt die CD-ROM "Konflikte XXL" mit multimedialen Lernarrangements bei. Erstmals gibt es ein solches Kompendium, das Wissenschaft, gesellschaftliche Praxis und politische Bildung integriert.

Gerd Meyer: "Lebendige Demokratie: Zivilcourage und Mut im Alltag. Forschungs-ergebnisse und Praxisperspektiven. Nomos Verlag Baden-Baden 2004.
(Inhaltsverzeichnis: httß://www.uni-tuebingen.de/pol/ifp-meyer.htm

Gerd Meyer / Ulrich Dovermann / Siegfried Frech / Günther Gugel (Hrsg.): Zivilcourage lernen - Analysen, Modelle, Arbeitshilfen. Bonn/Stuttgart/Tübingen 2004, 448 S. Ausführliche Informationen, Inhaltsverzeichnis und den kompletten Band im PDF-Format unter:
http://www.friedenspaedagogik.de/themen/zc_lernen/zc_in.htm


Michael Seifert, Eberhard Karls Universität Tübingen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Praxisgebühr verfassungsrechtlich bedenklich 
 Wie lässt sich das Arbeitsvolumen in Deutschland erhöhen?