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Fraunhofer-Gesellschaft, 19.04.05

Leipzig wird Sitz des neuen Mittelosteuropa-Zentrums

Bulmahn "Innovationsbrücke zwischen Deutschland und den Ländern Mittel- und Osteuropas wird ausgebaut"

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn und der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Bundesminister Dr. Manfred Stolpe, haben die heutige Entscheidung des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft begrüßt, ein Mittelosteuropa-Zentrums (MOEZ) in Leipzig zu gründen. Bulmahn hatte die Fraunhofer-Gesellschaft um Prüfung der Gründung eines solchen Zentrums in ihrer Trägerschaft gebeten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt für das MOEZ noch in diesem Jahr eine Anschubfinanzierung von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.


Bulmahn sagte: "Die Chancen der Osterweiterung der Europäischen Union müssen noch intensiver genutzt werden. Das Mittelosteuropazentrum wird dazu beitragen, innovative Produkte und Dienstleistungen anzustoßen, die durch Qualität und Originalität entscheidende Vorteile auf dem internationalen Markt erreichen, und gleichermaßen positive Beschäftigungseffekte in Ost und West zu erzielen". Die Errichtung des MOEZ sei zunächst auf fünf Jahre befristet. Die Fortführung als dauerhafte Einrichtung werde vom Ergebnis einer Evaluierung im Jahre 2008 abhängig sein. Das Zentrum solle in der endgültigen Ausbauphase 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben.

Stolpe erklärte: "Mit der Gründung des Mittelosteuropa-Zentrums wird ein zentrales Vorhaben der Regierungsfraktionen und der Bundesregierung von der Fraunhofer-Gesellschaft umgesetzt. Die Entwicklung Ostdeutschlands zu einer europäischen Verbindungsregion, insbesondere mit Blick auf die neuen EU-Beitrittsländer, erhält damit neue Impulse. Das MOEZ soll sich dem Austausch und der Netzwerkbildung auf den Gebieten der Information und Kommunikation in Wirtschaft und Kultur zwischen Deutschland und mittel- und osteuropäischen Nachbarn widmen."

Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Hans-Jörg Bullinger sagte: "Die Kernaufgabe des Mittelosteuropa-Zentrums besteht darin, durch das Zusammenbringen der entscheidenden Akteure in Wissenschaft und Wirtschaft technologieorientierte Innovationen voranzutreiben. Darin liegen grosse Zukunftschancen."

Das Zentrum soll Wissenschaft und Forschung intensiver mit der Wirtschaft verzahnen, um Innovationspotenziale besser zur Wirkung zu bringen. Vom MOEZ organisierte Foren sollen zukünftig kooperationswillige, innovative Unternehmen in Ost und West, darunter viele KMU, zusammenbringen.

Bundesforschungsministerin Bulmahn: "Entscheidend für den Erfolg des Zentrums wird es sein, durch fundierte Analysen der Strukturen in Wirtschaft und Wissenschaft eine verlässliche Informationsgrundlage für die Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu erarbeiten und verfügbar zu machen".
"Dabei kommt dem Zentrum auch die kulturelle Aufgabe zu, das gegenseitige Verständnis zu fördern", so Bundesverkehrsminister Stolpe.

Bulmahn und Stolpe abschliessend: "Mit dem neuen Zentrum wird eine strategische Plattform für den systematischen Austausch zwischen Deutschland, Westeuropa und den Beitrittsländern geschaffen. Gerade die Fraunhofer-Institute in den ostdeutschen Ländern können dabei aus ihrer Tradition heraus entscheidende Beiträge leisten. Durch das Mittelosteuropa-Zentrum wird eine wichtige Innovationsbrücke weiter ausgebaut".

Weitere Informationen:


Marion Horn, Fraunhofer-Gesellschaft
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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