Hilfe: Sie befinden sich auf...

Technische Universität Darmstadt, 28.09.07

Ergänzend zum Artikel

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die Schlagworte zum Artikel klicken, um (andere) Artikel zu den jeweiligen Schlagworten anzuzeigen.
Auf der rechten Seite finden Sie ebenfalls Artikelinks und weitere Informationen zu den Schlagworten dieses Artikels.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Technische Universität Darmstadt, 28.09.07

Das Internet zum Anfassen - Daten werden über Tast-Player für jedermann zugänglich

Wer einen Anzug im Internet kaufen möchte, der wird in Zukunft auch den Stoff fühlen können: Prof. Abdulmotaleb El Saddik, Wissenschaftler an der University of Ottawa/Kanada, Absolvent der TU Darmstadt und derzeit als Gastwissenschaftler an der TU, arbeitet gemeinsam mit Prof. Ralf Steinmetz am virtuellen Tastsinn. Der große Nachteil des Einkaufens im Internet, dass man die Ware nicht anfassen kann, könnte damit bald aufgehoben sein.

Prof. El Saddik arbeitet am haptischen Internet
Katrin Binner / TU Darmstadt

Prof. El Saddik will gemeinsam mit der Arbeitsgruppe um Steinmetz am Fachgebiet Multimedia Kommunikation an der TU erforschen, wie die Informationen der unterschiedlichen Sinnesbereiche synchronisiert werden können. "Hier in Darmstadt gibt es die notwendige Internet-Expertise. Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden, wie Daten des Tastsinnes gleichzeitig mit Video- und Audio-Daten empfangen werden können", berichtet El Saddik.

Das könnte beispielsweise die Telemedizin einen großen Schritt voranbringen. Medizinstudenten könnten unter quasi realen Bedingungen Operationen trainieren. Bislang lernen die angehenden Ärzte über Monitore, wie Organe aussehen, nicht aber, wie sie sich anfühlen. Das Gefühl ist jedoch vor allem für die immer häufiger durchgeführten minimal-invasiven Operationen besonders wichtig. Die angehenden Ärzte erhalten mit der neuen Technik ein Gespür dafür, wie sich die Operationen am Körper anfühlen, noch bevor sie zum ersten Mal eine reale OP durchführen.

El Saddik gilt als Pionier der Haptik im Internet. Der gebürtige Libanese hat im Juni in Berlin für seine bahnbrechenden Forschungen den mit 45.000 Euro dotierten Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten. "Als nächstes werden wir in nächster Zeit einen Haptik-Player im Internet zur Verfügung stellen", erzählt El Saddik. Er ist einem Video-Player vergleichbar, mit dem Unterschied, dass er anstelle von Bildern ertastete Daten wiedergibt.

Eingesetzt werden haptische Player bereits in Sprachkursen. Schüler, die japanische Schriftzeichen schreiben lernen, erhalten haptische Daten eines Japanisch-Lehrers, der vorab japanische Schriftzeichen aufgemalt hat. Zuvor hat er sich ein mit 22 Sensoren ausgestattetes Gerät über die Hand gezogen, dass die Kräfte, die beim Führen des Stiftes ausgeübt werden, durch ein so genanntes Force-Feedback speichert.

Das Gefühl, wie der Stift beim Zeichnen japanischer Schriftzeichen zu halten ist, kann jeder nachspüren, der sich ebenfalls ein solches Messgerät über die Hand zieht und über den Haptik-Player die Daten wiedergeben lässt.

In Kanada etwa bemühen sich Wissenschaftler schon um eine weitere Anwendung. Sie wollen "Kunst zum Anfassen" schaffen. In virtuellen Museen sollen Kunstgegenstände nicht mehr nur optisch zu bewundern sein, so dass Liebhaber künftig via Internet Eindrücke von Kunstschätzen wie der Venus von Milo erhalten könnten, die ihnen im realen Leben verwehrt bleiben: Sie können die virtuelle Dame anschauen und anfassen.

Medienkontakt:
Wolf Hertlein, Referat Kommunikation, TU Darmstadt, Tel. 06151 16 - 3229

gek/he


Jörg Feuck, Technische Universität Darmstadt
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Kontrollen der Länder decken Verstöße gegen das Pflanzenschutzrecht auf 
 UDE: "Minijobs unzeitgemäß" - Neues Buch zu Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland

Weitere Artikel zu "Internet"

Wikipedia Logo
Das Internet (wörtlich etwa „Zwischennetz“ oder „Verbundnetz“, von engl.: interconnected: „miteinander verbunden“ und networks: „Netzwerke“) ist ein elektronischer Verbund von Rechnernetzwerken, mit dem Ziel, Verbindungen zwischen einzelnen Computern herzustellen und so Daten auszutauschen. Im Prinzip kann dabei jeder Rechner weltweit mit jedem anderen Rechner verbunden werden. Der Datenaustausch zwischen den einzelnen Internet-Rechnern (Servern) erfolgt über die technisch normierten Internetprotokolle. Umgangssprachlich wird „Internet“ häufig synonym zum World Wide Web verwendet, das jedoch nur einer von vielen Diensten des Internets ist. Wikipedia


 

Archiv

Themen

Schlagworte

Anzeigen