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Hochschule Bremerhaven, 11.02.05

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Hochschule Bremerhaven, 11.02.05

H-Rotor erfolgreich an Unternehmen vermittelt

Lizenz für neuartiges Rotorprofil für Windkraftanlagen der Hochschule Bremerhaven wurde vergeben.

Prof. Zastrow (Foto links) entwickelt den H-Rotor. Master-Absolvent Georg Okoth gehört zum Entwicklungsteam.
Foto: Hochschule Bremerhaven

Auf Basis einer Erfindung von Prof. Dr. Friedrich Zastrow und Heiko Schier im Institut für Automatisierungs- und Elektrotechnik (IAE) in der Hochschule Bremerhaven wurde nun eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen "bg - engineering Braun & Görke GbR" aus Bremerhaven bei der Entwicklung des so genannten "abgewickelten H-Rotors" vereinbart. Die innoWi GmbH hat als Vermarktungsgesellschaft der Hochschule Bremerhaven neben der Patentanmeldung auch die Partnersuche und Ausarbeitung des Vertragswerkes zwischen der Hochschule Bremerhaven und dem Unternehmen vorbereitet und verhandelt. Der Kooperationsvertrag ist mit einer konkreten Lizenzvereinbarung versehen, mit der im Anschluss an die weitere Entwicklung und Prototypenphase die Markteinführung angestrebt wird.

Seit über zehn Jahren wird an der Hochschule Bremerhaven am H-Rotor geforscht. Ein erfolgreicher Einsatz der besonderen Windmühle passiert seit langem bereits an der AWI-Neumayer-Forschungsstation in der Antarktis. Beim H-Rotor werden, anders als bei den bekannteren Windkraftanlagen, die Rotorblätter senkrecht auf einer vertikalen Rotorwelle angeordnet. Die Drehrichtung des Rotors verläuft in einer senkrechten Kreisbewegung und ist damit unabhängig von der Windrichtung. Diese Konstruktionsweise erscheint dem Betrachter als "H", daher der Name "H-Rotor".

Das neuartige Rotorprofil des H-Rotors wurde aerodynamisch so geformt, dass eine deutlich bessere Nutzung des Windstroms und ein besseres Anlaufverhalten bei schwachem Wind erzielt werden kann. Zusätzlich sorgt eine intelligente Generatorsteuerung dafür, den Leistungsbereich des H-Rotors auch in kritischen Windphasen optimal zu halten.

Die Vorteile des H-Rotors gegenüber herkömmlichen Windenergieanlagen sind: kostengünstige Konstruktion, geringer Wartungsaufwand, hohe Lebensdauer und eine optimale Leistung bei geringer Drehzahl. Des Weiteren hat der H-Rotor ein nahezu lautloses Laufverhalten, er funktioniert selbst unter Wasser und kommt völlig ohne Sensoren aus. Der abgewickelte H-Rotor findet Anwendung in kleinen Windkraftanlagen, wie zum Beispiel auf Booten oder Schiffen, Messsystemen, Bojen oder Privatanlagen.

Weitere Informationen gibt es bei Dr. Joachim Henke, Forschungs- und Transferstelle der Hochschule Bremerhaven (Tel. 0471/4823-141, eMail: jhenke@hs-bremerhaven.de) oder Henning Ritz, innoWi GmbH in Bremen (Tel. 0421/9600-714, eMail: mail@innowi.de).

Weitere Informationen:


Dipl.Pol. Daniela Krause-Behrens, Hochschule Bremerhaven
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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