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Fraunhofer-Institut für System- und..., 30.10.06

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Fraunhofer-Institut für System- und..., 30.10.06

Fertigung: Laser im Trend

Neue Fertigungstechnologien wie Laserbearbeitung oder Klebeverbindungen stehen in der Metall- und Elektroindustrie hoch im Kurs, sagt das Fraunhofer ISI. Schweißen und Lackieren verlieren an Bedeutung.

Stellenwert ausgewählter Bearbeitungsverfahren in der Metall- und Elektroindustrie

Anteil der Betriebe, die bei Anlauf neuer Produkte in neue Produktionsanlagen investieren

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie interessiert sich wieder mehr für neue Fertigungstechnologien. Das bestätigt eine Umfrage des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung unter 1450 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes. Sie zeigt im Detail, welche Technologien bei den Betrieben hoch im Kurs stehen: So hat das Beschichten von Werkstücken für 38 Prozent der Betriebe an Bedeutung gewonnen, aber auch die Änderung von Stoffeigenschaften legte in der Gunst zu.

Welche Modernisierungsprozesse in den Produktionen ablaufen, ließ sich bisher nur anhand von Investitionsquoten abschätzen, doch diese machen keine Aussage, welche Technologietrends tatsächlich hinter den Investitionen stecken. Die Erhebung "Innovationen in der Produktion" des Fraunhofer ISI ändert das und macht unter anderem sichtbar, wo alte Technologien zugunsten von neuen verschwinden. Ein solcher Technologiewechsel bahnt sich bei den Lasertechnologien an: Rund 16 Prozent der Betriebe haben den Umstieg vollzogen oder planen ihn. Fast 21 Prozent gaben an, dass sie Bauteile mit neuen Klebetechniken verbinden wollen oder dies bereits tun. Verlierer sind das Schweißen und das Lackieren, die in immer weniger Betrieben genutzt werden.

Im Kontext der Einführung neuer Fertigungstechnologien wird seit einiger Zeit diskutiert, ob Produktinnovationen mit Prozessinnovationen verknüpft sind, ob also für den Produktionsstart eines neuen Produkts auch gleich neue Produktionslinien eingerichtet und neue Maschinen angeschafft werden. Diese enge Verknüpfung trifft jedoch erst auf ein Viertel der Betriebe zu, wobei die Automobilzulieferer mit 44 Prozent Vorreiter sind. Die übrigen Firmen der Metall- und Elektroindustrie begreifen die Modernisierung ihrer Produktion eher als kontinuierliche Aufgabe.

Zusammenfassung der Ergebnisse: http://www.isi.fraunhofer.de/i/dokumente/pi39.pdf

Kontakt:
Dr. Steffen Kinkel
Telefon: 0721 / 6809 - 311
E-Mail: steffen.kinkel@isi.fraunhofer.de

Die Presseinformationen des Fraunhofer ISI finden Sie auch im Internet unter http://www.isi.fraunhofer.de/pr/presse.htm.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht Marktpotenziale technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinären Forschungsgruppen konzentrieren sich auf neue Technologien, Industrie- und Serviceinnovationen, Energiepolitik und nachhaltiges Wirtschaften sowie auf die Dynamik neuer Märkte und die Innovationspolitik.

Weitere Informationen:


Bernd Müller, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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