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Private Universität Witten/Herdecke gGmbH, 03.08.07

Sind Familienunternehmen eine Marke?

Der nächste Wittener Kongress für Familienunternehmen fragt nach den Potenzialen und Bürden von eigentümergeführten Unternehmen

Nach dem Kongress ist vor dem Kongress. Das Organisationsteam des Wittener Kongresses für Familienunternehmen, der im Februar 2007 an der Universität Witten/Herdecke (UWH) stattfand, hat den "Staffelstab" an seine Nachfolger übergeben. Sie richten den nächsten und dann zehnten Kongress aus am 8. und 9. Februar 2008 wiederum im Campusgebäude der UWH. Das Tagungsmotto steht bereits fest. Es lautet: "Marke Familienunternehmen?".

Familienunternehmen erbringen mehr als die Hälfte der deutschen Bruttowertschöpfung, rund 70 Prozent aller Arbeitsplätze sind hier angesiedelt. Die Wittener Kongresse, die mittlerweile zu den bedeutendsten ihrer Art in Europa gehören, bieten Familienunternehmerinnen und Familienunternehmern die Möglichkeit, gemeinsam mit renommierten Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft Themen dieses besonderen Lebens- und Arbeitsumfeldes zu diskutieren. Der zurückliegende IX. Kongress mit dem Titel "Die Macht der Haltung" hatte 275 Teilnehmer aus Unternehmen, die zusammen 650.000 Mitarbeiter beschäftigen und auf einen Jahresumsatz von 165 Milliarden Euro kommen. Eine Umfrage unter den teilnehmenden Eigentümern ergab: Mehr als 70 Prozent führen als Inhaber die Unternehmungen in der zweiten bis sechsten Generation, und mehr als zwei Drittel sind in ihrem Geschäft europa- bis weltweit tätig.


Der kommende, X. Kongress, für den die Vorbereitungen bereits begonnen haben, setzt sich mit der Erwartungshaltung der Gesellschaft und der öffentlichen Meinung gegenüber Familienunternehmen auseinander. Familienunternehmen wird zunehmend eine bestimmte Identität, eine Marke zugeschrieben, mit Eigenschaften wie soziale Verantwortung, Mut, Nachhaltigkeit, Unabhängigkeit und unternehmerisches Ethos. Der Kongress will unter anderem den Fragen nachgehen, ob diese Außenwahrnehmung mit dem Selbstverständnis übereinstimmt und welche Möglichkeiten der Nutzbarmachung dieser Zuschreibungen es gibt. Oder aber können diese Zuschreibungen manchmal sogar hinderlich sein?

Weitere geplante Themen sind: Welche Versprechen können und möchten Familienunternehmen heutzutage machen? Was bedeutet es für das Unternehmen und die Familie unter der Dachmarke Familienunternehmen zu wirken? Und: Kann die Marke Familienunternehmen als Zukunftsmodell für Deutschland verstanden werden? Zahlreiche Workshops beschäftigen sich mit diesen und vielen weiteren Fragestellungen. Zudem werden wieder hochkarätige Referenten und Speaker erwartet. Konzeptionelle Neuerungen sollen den direkten Austausch zwischen Teilnehmern und Referenten außerhalb der Arbeitsgruppen erleichtern.

Auch der anstehende Kongress wird von Studierenden der Wirtschaftsfakultät organisiert. Zum aktuellen Team gehören Betül Ekmekci, Anne Lehmann, Sebastian Benkhofer, Alexander Krappe, Andy Schütz und Benjamin Wüstenhagen. Informationen zu allen bisherigen Kongressen gibt es im Internet (http://www.familienunternehmer-kongress.de). Hier werden nach und nach auch Details zum neuen Kongress zu finden sein.

Als Rückschau zum IX. Kongress steht eine Kurzdokumentation mit "Thesen zur Wittener Haltung" bereit unter: http://www.familienunternehmer-kongress.de)

Kontakt:
Alexander Krappe, Tel: 0176 / 641 94 624
krappe@familienunternehmer-kongress.de


Bernd Frye, Private Universität Witten/Herdecke gGmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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