Hilfe: Sie befinden sich auf...

Philipps-Universität Marburg, 29.02.08

Ergänzend zum Artikel

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die Schlagworte zum Artikel klicken, um (andere) Artikel zu den jeweiligen Schlagworten anzuzeigen.
Auf der rechten Seite finden Sie ebenfalls Artikelinks und weitere Informationen zu den Schlagworten dieses Artikels.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Philipps-Universität Marburg, 29.02.08

Faktische Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft mit geringerer Korruption korreliert

Staatsanwälte und ihre Kompetenzen sind dieser Tage in aller Munde. Die Juristin Anne van Aaken (Universität St. Gallen) und die beiden Ökonomen Lars Feld (Universität Heidelberg) sowie Stefan Voigt (Universität Marburg) fragen in einer jetzt veröffentlichten Studie, ob die Unabhängigkeit von Staatsanwälten mit niedrigeren Korruptionsniveaus korreliert ist.

Die grundlegende Idee ihrer Studie ist ganz einfach: Wenn Politiker einen Einfluss darauf haben, welche Straftaten verfolgt werden und welche nicht, dann können Politiker auch dafür sorgen, dass die von ihnen selbst begangenen Straftaten nicht verfolgt werden. Wenn Straftaten aber nicht verfolgt werden, dann "lohnen" sie sich mehr - und Ökonomen gehen dann davon aus, dass mehr solcher Taten begangen werden.

Um ihre Hypothese zu überprüfen, haben die Wissenschaftler zwei Indikatoren entwickelt, um sowohl die formale als auch die faktische Unabhängigkeit von Staatsanwälten über Ländergrenzen hinweg vergleichbar zu machen. Dabei haben sie insgesamt fast 30 verschiedene Aspekte von Unabhängigkeit berücksichtigt. Das Ergebnis bestätigt die Vermutungen der Forscher: Unter den 73 berücksichtigten Länder haben diejenigen Länder mit einer hohen faktischen Unabhängigkeit ihrer Staatsanwaltschaften auch geringere Korruptionsniveaus.
Interessanterweise gilt für die formale Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft genau der umgekehrte Zusammenhang: je höher die formale Unabhängigkeit, desto höher die Korruptionsniveaus! Van Aaken, Feld und Voigt vermuten, dass dieses Ergebnis von den Ländern verursacht wird, die in den letzten Jahren ihre Gesetze formal modernisiert haben, in denen es aber nicht zu einer faktischen Umsetzung dieser Gesetze gekommen ist. Beim de facto-Indikator belegt die Schweiz Platz 17 und die Bundesrepublik Platz 28 unter den 73 berücksichtigten Ländern.

Die Studie "Power Over Prosecutors Corrupts Politicians: Cross Country Evidence Using a New Indicator" kann kostenlos im Internet heruntergeladen warden: http://papers.ssrn.com/...papers.cfm?abstract_id=1097675.

Bei Abdruck ist ein Belegexemplar erbeten.

Ansprechpartner ist Prof. Dr. Stefan Voigt,
Tel. (06421) 28-23080 oder -23196, E-Mail: voigt@wiwi.uni-marburg.de

Weitere Informationen:


Dr. Viola Düwert, Philipps-Universität Marburg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Die Ware funkt 
 Konjunkturaufschwung polarisiert den Osten

Klicken Sie auf die Schlagworte um weitere Links oder Infos dazu angezeigt zu bekommen
Weitere Artikel zu "Korruption"

Wikipedia Logo
Korruption (lat corruptus – bestochen) im juristischen Sinn ist der Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer Funktion in Verwaltung, Justiz, Wirtschaft, Politik, oder auch nichtwirtschaftlichen Vereinigungen oder Organisation, z. B. auch Stiftungen, um einen materiellen oder immateriellen Vorteil zu erlangen, auf den kein rechtlich begründeter Anspruch besteht. Korruption bezeichnet Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung. Im politischen Sinn ist Korruption nach einer Definition des Politikwissenschaftlers Harold Dwight Lasswell die Verletzung eines allgemeinen Interesses zu Gunsten eines speziellen Vorteils. Wikipedia


 

Wikipedia Logo
Eine Staatsanwaltschaft (StA) ist eine Behörde, die vor allem für die Strafverfolgung und -vollstreckung zuständig ist und als solche ein Teil der Justiz ist. Sie wird auch mit dem Begriff Anklagebehörde bezeichnet. Wikipedia


 

Wikipedia Logo
Als Straftat bezeichnet das deutsche Strafrecht eine Verhaltensweise, die durch ein Strafgesetz mit Strafe bedroht ist. Eine Definition für den Begriff bietet das Gesetz zwar nicht, jedoch sagen Art. 103 Abs. 2 GG und § 1 StGB aus: „Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde.“ (nullum poena sine legis) Daraus kann zumindest abgeleitet werden, dass ein nicht strafbares Verhalten auch keine Straftat sein kann. Wikipedia


 

Archiv

Themen

Schlagworte

Anzeigen