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Technische Universität Ilmenau, 26.05.05

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Technische Universität Ilmenau, 26.05.05

Europa-Projekt REAL: Fernsteuerung von Maschinen und Anlagen

Arbeitsplatz wird Schaltzentrale durch neue Technologien
Im Labor in Ilmenau befinden sich Modelle von technischen Geräten und Anlagen, die weltweit über das Internet gesteuert und überwacht werden können. Der Nutzer kann die von ihm ausgelösten Reaktionen des Modells wahlweise über eine Kamera oder virtuelle Bedienkonsolen beobachten. Für die technische Realisierung der Steuerung können so - selbst vom eigenen Arbeitsplatz aus - unterschiedliche Technologien mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen erprobt werden.


Bei Qualitätssicherung und Dienstleistung haben Großunternehmen die Nase vorn
Studien aus dem Bereich Maschinenbau zeigen, dass bereits 20% des Gesamtumsatzes der Unternehmen durch zusätzliche Dienstleistungen und nicht mehr durch die eigentliche Maschine oder das Gerät generiert werden. Diese Dienstleistungen sind zum Beispiel die Wartung, die Steuerung und Instandsetzung des verkauften Produktes. Für die Kunden ist die Qualität der Dienstleistung, also beispielsweise die Zeit, in der eine
Anlage nach Ausfall wieder funktionsfähig ist, zu 40% verkaufsentscheidend. Großunternehmen gleichen die wachsenden Anforderungen durch ein flächendeckendes Servicenetzwerk aus bzw. setzen auf neue Technologien wie das Remote Engineering, um die entstehenden Kosten zu senken. So können trotz eines großen Absatzgebietes sehr kurze Reparatur- und Reaktionszeiten garantiert werden.

REAL kann Wettbewerbsnachteile ausgleichen
Diese Marktentwicklung stellt einen klaren Wettbewerbsnachteil für KMU dar. Sie verfügen nicht über das erforderliche Servicenetzwerk und können so auch nicht die schnellen Reaktionszeiten bieten. Oft fehlen die Erfahrungen, das Know-how und die Ressourcen, um ebenfalls mit dem Einsatz von Fernwirktechnologien, also Remote Engineering, reagieren zu können, um Geräte aus der Ferne einzustellen, zu überwachen und zu diagnostizieren. Das Projekt REAL bietet den in Thüringen ansässigen Unternehmen die Möglichkeit, sich mit diesen neuen Technologien auseinander zu setzen und Erfahrungen zu sammeln.

Unterstützung bei Einführungsprozessen
Mit Hilfe der BWAW Thüringen gGmbH werden im Projekt REAL die oft unterschätzten weichen Faktoren für die Einführung neuer Technologien abgedeckt. Hat ein Unternehmen sich für eine neue Technologie entschieden, müssen die entstehenden Anforderungen in die Aus- und Weiterbildung des Unternehmens integriert und oft komplette Arbeitsabläufe und Unternehmensstrukturen angepasst werden, um die neuen Möglichkeiten effizient nutzen zu können.

REAL ist ein Projekt unter dem Dach des von der LEG Thüringen geführten ENABLE Projektes, welches sich in das europäische INTERERG IIIC Programm eingliedert.
Der Beitritt zum Netzwerk ist kostenlos und offen für Unternehmen die Lösungen im Bereich der Fernwirktechnik einsetzen bzw. kennen lernen möchten, als auch für Unternehmen, die diese Lösungen bereitstellen.

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. René Böringer
Technische Universität Ilmenau
Tel.: 03677-69 1226
Mail: rene.boeringer@tu-ilmenau.de

Die Projektpartner:

Technische Universität Ilmenau
P.O. Box 10 05 65
98684 Ilmenau
Germany Dr.-Ing.
Karsten Henke
tel.: +49 (0 36 77) 69 14 43
fax: +49 (0 36 77) 69 12 20
e-mail: Karsten.Henke@tu-ilmenau.de

BWAW Thüringen gGmbH
Peter-Cornelius-Str.
1299096 Erfurt
Germany
Dipl.-Kffr. Yvonne Preiß
tel.: +49 (03 61) 3 40 56 30
fax: +49 (03 61) 3 40 56 35
e-mail:Y.Preiss@bwaw.de

Fachhochschule Kärnten
Europastraße 49
524 Villach
Austria
Dipl.-Ing.(FH) Alexander De Vora
tel.: +43 4242 90500 2168
fax: +43 4242 90500 2110
e-mail:A.DeVora@cti.ac.at

Christian Michelsen Research AS
Postboks 6031 Postterminalen
5893 Bergen
Norway
Kåre Villanger
tel: +47 55 57 43 41
fax: +47 55 57 40 41
e-mail:kaare.p.villanger@cmr.no

Weitere Informationen:


Wilfried Nax M.A., Technische Universität Ilmenau
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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