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Humboldt-Universität zu Berlin, 18.01.08

Schlagworte

Recruiting

Corporate Volunteering wird zum Lockmittel für Spitzenkräfte

Viele deutsche Firmen engagieren sich im Corporate Volunteering und fördern freiwillige gemeinnützige Aktivitäten ihrer Mitarbeiter - doch nur wenige nutzen das Potenzial dieser Maßnahmen für die Personalgewinnung. Das ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsstudie der Humboldt-Universität zu Berlin, der CSR-Beratungsagentur Scholz & Friends Reputation und der Financial Times Deutschland, die gerade veröffentlicht wurde.

Unternehmen haben zunehmend Probleme, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und sie dauerhaft zu halten. Der demographische Wandel wird diese Situation noch verschärfen. Vor diesem Hintergrund haben die Herausgeber im Herbst 2007 eine Umfrage unter den Vorständen deutscher Großunternehmen durchgeführt und sie nach den genutzten Recruiting-Instrumenten und Corporate Volunteering-Maßnahmen sowie dem Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und Personalbedarf befragt.


Die Ergebnisse zeigen: Viele der befragten Großunternehmen setzen Corporate Volunteering als Instrument im Rahmen ihrer CSR-Aktivitäten (Corporate Social Responsibility) ein. Schon jetzt unterstützen mehr als 80 Prozent das Engagement ihrer Mitarbeiter, meist durch vergütete Freistellung, Sachmittel und Know-how. Eine untergeordnete Rolle spielen Corporate-Volunteering-Maßnahmen jedoch im Personal-Recruiting. Dies sogar, obwohl es die meisten der befragten Großunternehmen für wichtig erachten, sich verstärkt als attraktive Arbeitgeber zu profilieren - auch durch eine aktiv gestaltete Unternehmenskultur.

"Wir konnten feststellen, dass sich gerade Führungskräfte in Unternehmen stark gesellschaftlich engagieren. Es verwundert deshalb, dass Firmen ihr soziales Engagement bei der Personalsuche nicht stärker hervorheben. Denn Corporate Volunteering kann eine bedeutende Strategie im Wettstreit um hochqualifiziertes Personal sein", sagte Professor Joachim Schwalbach von der Humboldt-Universität zu Berlin.

Unter Corporate Volunteering versteht man das freiwillige gemeinnützige Engagement von Mitarbeitern, welches von den Unternehmen unterstützt und gefördert wird. Dabei werden diese Aktivitäten zunehmend in bereits existierende soziale Engagements der Unternehmen integriert und mit den Unternehmenszielen und -strategien verknüpft.

Zu den Herausgebern:

Das Institut für Management der Humboldt-Universität zu Berlin wird geleitet von Professor Dr. Joachim Schwalbach. Er und sein Forschungsteam arbeiten seit Jahren an den Themen Unternehmensreputation, Corporate Governance und Corporate Social Responsibility. 2004 hat das Institut mit der ersten internationalen CSR-Konferenz den Auftakt zu einer bedeutenden Konferenzreihe gestartet, die auch 2008 fortgeführt wird (www.cr08-berlin.de).

Innerhalb der Scholz & Friends Kommunikationsgruppe bietet Scholz & Friends Reputation Unternehmen umfassende strategische Beratung und Konzeption ihrer Aktivitäten in gesellschaftlichem Engagement und Nachhaltigkeit an. Die Kommunikationsthemen werden dabei vom Scholz & Friends-Orchester begleitet und umgesetzt. Die Agentur wurde im April 2007 von vier etablierten CSR-Experten gegründet und arbeitet u.a. für Kunden wie Deutsche Bank.

Die Financial Times Deutschland hat sich bereits 2005 des Themas CSR in einer Sonderbeilage angenommen und die Verantwortung von Unternehmen facettenreich betrachtet. Seitdem hat sie neben der täglichen Berichterstattung mehr als sechs Beilagen zum Thema veröffentlicht.

Download der Studie unter:
http://www.wiwi.hu-berlin.de/institute/im/
http://www.s-f.com/reputation

Dr. Anja Schwerk
Assistant Professor
Humboldt-University Berlin
Forum Business & Society
Faculty of Business and Economics
Institute of Management
Spandauer Str.1
10178 Berlin
schwerk@web.de
http://www.wiwi.hu-berlin.de/im/csr
tel: +49-30-20935635
fax: +49-30-80905402
mobile: +49-173-2035856

Kontakt Scholz & Friends Reputation
Sabine Fischer / Dr. Norbert Taubken
Fon: +49 (0) 30/70 01 86-832
Fax: +49 (0) 30/70 01 86-810
E-Mail: sabine.fischer@s-f.com
E-Mail: norbert.taubken@s-f.com

Weitere Informationen:


    Christine Schniedermann, Humboldt-Universität zu Berlin
    Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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