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Eberhard Karls Universität Tübingen, 15.04.08

Bildung als Indikator für nationalen Wohlstand

Tübinger Studie deckt Zusammenhang von Bildung und Wirtschaftswachstum auf

Weshalb sind einige Länder reich und andere arm? Welche Rolle spielen dafür Bildung, Globalisierung, stabile Institutionen und andere Faktoren? Diese Zusammenhänge wurden von Professor Jörg Baten, Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Tübingen, und Jan Luiten van Zanden, Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Utrecht und Mitglied des internationalen Institutes für Sozialgeschichte in Amsterdam (IISG), in einer Studie erforscht. Die Forschungsergebnisse, die kürzlich im renommierten Journal of Economic Growth erschienen, zeigen. dass es seit etwa 1900 nur noch relativ wenig Bewegung im internationalen Ranking der einkommensstarken und einkommensschwachen Nationen gab, sieht man von den asiatischen Tigerstaaten ab. Baten und van Zanden entwickelten einen neuen Indikator für fortgeschrittene Bildung, der auf der Zahl der Buchauflagen pro Kopf der Bevölkerung beruht. Sie berechneten diesen Indikator für eine größere Zahl europäischer Länder seit dem Mittelalter, sowie für Indien, China, Indonesien, Japan, die USA und Osteuropa in den letzten 250 Jahren.
Sie konnten erstmalig für diese frühe Zeit zeigen, dass Bildung eine messbare Bedeutung für wirtschaftliches Wachstum hatte, selbst wenn etwa ein Dutzend andere potentielle Einflussfaktoren berücksichtigt wurden. Fortgeschrittene Bildung wird wiederum von religiöser Pluralität und dem Umfang der Schulpflicht beeinflusst. Daneben sind stabile Rahmenbedingungen und Institutionen, die vor willkürlicher Enteignung schützen, entscheidend. Hingegen konnten die Kolonialmächte offenbar recht wenig vom Interkontinentalhandel profitieren, einer frühen Form der "Globalisierung". Beispielsweise konnte nicht nur England im frühen 17. Jahrhundert starke Wachstumsimpulse erzeugen, sondern auch Schweden. Beide zeichneten sich durch sehr hohe Bildung aus, aber Schweden hatte kaum Interkontinentalhandel. In der Studie werden 69 solcher Fälle untersucht.
Derzeit wird an der Universität Tübingen die weltweit größte Datenbasis zur Bildungsgeschichte aufgebaut; sie wird unter anderem auch die langfristige Bildungsentwicklung der islamischen Welt, Lateinamerikas und Afrikas umfassen. Das Projekt wird unterstützt vom GlobalEuroNet Netzwerk der European Science Foundation.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Jörg Baten
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte
Mohlstraße 36, 72074 Tübingen
Tel: (07071) 29-72985
E-Mail: joerg.baten@uni-tuebingen.de; www.uni-tuebingen.de/uni/wwl


Michael Seifert, Eberhard Karls Universität Tübingen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Bildung bezeichnet die Formung des Menschen im Hinblick auf sein „Menschsein“. Der Begriff Bildung wurde von dem mittelalterlichen Theologen und Philosophen Eckhart von Hochheim (Meister Eckhart) in das Deutsche eingeführt.[1] Er bedeutete für ihn das „Erlernen von Gelassenheit“ und wurde als „Gottessache“ angesehen, „damit der Mensch Gott ähnlich werde“. Der Begriff bezieht sich sowohl auf den Prozess („sich bilden“) als auch auf den Zustand („gebildet sein“). Dabei entspricht die zweite Bedeutung einem wie auch immer gearteten Bildungsideal, das im Laufe des Bildungsprozesses angestrebt wird. Ein Zeichen der Bildung, das nahezu allen Bildungstheorien gemein ist, lässt sich umschreiben als das reflektierte Verhältnis zu sich, zu anderen und zur Welt. Wikipedia


 
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Unter Wirtschaftswachstum versteht man die Änderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), also der Summe der Werte der in einer Volkswirtschaft produzierten ökonomischen Güter (Waren und Dienstleistungen), von einer Periode zur nächsten. Das Wirtschaftswachstum nimmt bei einer Abnahme der Produktion negative Werte an, wenn die Preise nicht entsprechend steigen. Wikipedia


 

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