Hilfe: Sie befinden sich auf...

Hans-Böckler-Stiftung, 03.07.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Hans-Böckler-Stiftung, 03.07.07

Bewerber haben nur selten Einfluss auf ihre Arbeitsverträge - WSI-Befragung unter Personalverantwortlichen

Stellenbewerber können nur sehr selten Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung ihrer Arbeitsverträge nehmen. Das ist das Ergebnis einer neuen Befragung, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung unter mehr als 1000 Personalverantwortlichen angestellt hat.

"In der Regel sind Bewerberinnen und Bewerber gezwungen, die ihnen im Vertrag vorgelegten Arbeitsbedingungen zu akzeptieren", sagt Prof. Dr. Heide Pfarr, Arbeitsrechtlerin und Wissenschaftliche Direktorin des WSI. "Die These, dass sich im Einstellungsgespräch zwei gleichwertige Verhandlungspartner gegenübersitzen, ist damit widerlegt." Vorschläge, arbeitsrechtliche Schutzvorschriften wie den Kündigungsschutz zu Gunsten "freiwilliger Vereinbarungen" zu schwächen, gingen offensichtlich von unrealistischen Voraussetzungen aus. "Die meisten Beschäftigten dürften wenig Chancen haben, sich frei zu entscheiden", sagt Professorin Pfarr.


Die Wissenschaftlerinnen des WSI ließen Anfang 2007 gut 1000 Personalverantwortliche aller Wirtschaftszweige und Betriebsgrößen interviewen. Die Personaler wurden gefragt, ob sie mit zukünftigen Arbeitnehmern über deren Arbeitsverträge verhandeln - und, falls ja, ob die Verträge im Zuge solcher Verhandlungen geändert würden.

Ergebnis: In lediglich 25 Prozent aller befragten Betriebe, die in den vergangenen drei Jahren Nicht-Akademiker eingestellt hatten, wurden Arbeitsverträge immer, meistens oder in etwa der Hälfte der Fälle geändert. Bei weiteren 12 Prozent der Betriebe gab es nur selten Änderungen. Eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent der Personaler gab an, Arbeitsverträge würden bei der Einstellung nie geändert.

Fachhochschul- oder Hochschulabsolventen konnten in 43 Prozent der Betriebe erfolgreich über ihre Anstellungsbedingungen verhandeln. So hoch war der Anteil der Personalverantwortlichen, die angaben, bei Akademikern die Arbeitsverträge immer, meistens oder in etwa der Hälfte der Fälle zu ändern. Diese höher Qualifizierten machen jedoch lediglich gut 14 Prozent der abhängig Erwerbstätigen aus.

Kleinbetriebe mit 1 bis 19 Beschäftigten verhandeln häufiger über Vertragsinhalte als Große. 96 Prozent aller Betriebe mit mindestens 200 Beschäftigten verhandeln bei der Einstellung von Nicht-Akademikern nie beziehungsweise ändern so gut wie nie Arbeitsverträge. Auch Akademiker haben in 73 Prozent der befragten Großbetriebe kaum eine Chance, dass auf ihre Vorstellungen eingegangen wird. Die meisten Beschäftigten in Deutschland arbeiten in mittleren und großen Betrieben.

Weitere Informationen:


Rainer Jung, Hans-Böckler-Stiftung
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
RUb startet Projekt mit PFIFF: Intellektuelle Fähigkeiten älterer Arbeitnehmer erhalten 
 Europäische Unternehmensverbindungen, Sitzverlegungen und Fusionen