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Universität Augsburg, 19.02.04

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Universität Augsburg, 19.02.04

Von der Bayerischen Landesbank ausgezeichnet: Studie über Integriertes Ertrags-/Risikomanagement

Dr. Andreas Huther wurde für seine Dissertation "Integriertes Chancen- und Risikomanagement für Real- und Finanzinvestitionen" mit einem Förderpreis der Bayerischen Landesbank ausgezeichnet.

ÜBERLEBENSNOTWENDIG: FUNKTIONIERENDE ERTRAGS- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEME

Vor allem in der gegenwärtigen Wirtschaftslage sehen sich die Unternehmungen einer weiter auseinanderklaffenden Schere aus fallenden Erträgen einerseits und steigenden Risiken andererseits konfrontiert. Ein betriebswirtschaftlich fundiertes Risikomanagement zählt deshalb heute für alle Unternehmungen zu einer bedeutenden Führungsaufgabe. Bedenkt man die Auswirkungen, die beispielsweise Basel II für die Kreditversorgung insbesondere mittelständischer Unternehmungen impliziert, erscheinen funktionierende Ertrags- und Risikomanagementsysteme gerade für diesen Wirtschaftssektor überlebensnotwendig.


EINHEITLICHES BEWERTUNGSKONZEPT FÜR EINE INTEGRIERTE RENDITE-/RISIKOSTEUERUNG

Angesichts dieser Entwicklungen hat Andreas Huther mit seiner Dissertation einen hochrelevanten Gegenstandsbereich aufgegriffen und dabei nicht nur wissenschaftlich fundierte, sondern auch praktisch anwendbare Konzepte für ein integriertes Ertrags-/Risikomanagement präsentiert. Im Kern der Arbeit stellt Huther ein einheitliches Bewertungskonzept als Basis für eine integrierte Rendite-/Risikosteuerung für den leistungswirtschaftlichen Bereich der Unternehmung (Realinvestitionen) dar. Der Innovationscharakter des Konzepts liegt dabei in der sachgemäßen Aggregation der Ertrags- und Risikokomponenten von der Einzelgeschäfts- bis zur Gesamtunternehmungsebene begründet.

Dieses Konzept komplettiert Huther durch ein auf Attributionsmethoden aufbauendes Controllinginstrument, das als Grundlage für ein laufendes Performancecontrolling für den Finanzinvestitionsbereich einer Unternehmung dienen kann. Dabei hat sich gezeigt, dass multiplikative Attributionsmethoden den bisher dominierenden additiven deutlich überlegen sind. Zudem ist es Huther gelungen, mit der Entwicklung einer vollständigen, in sich geschlossenen Risikoattribution eine ganz entscheidende Lücke in der wissenschaftlichen Literatur zu schließen. Huthers Konzept einer integrierten Rendite- und Risikoattribution auf multiplikativer Basis ist eine Innovation, die nicht nur das betriebliche Performancecontrolling entscheidend verbessern, sondern auch im Bereich des institutionellen Asset- bzw. Fondsmanagements wertvolle Steuerungsimpulse generieren und einen Beitrag für die dort dringend erforderliche Transparenz entsprechender Performanceanalysen leisten kann. Die Forderung nach mehr Transparenz wird auch durch die Bemühungen der Association for Investment Management und Research (AIMR) sowie deren internationalen Schwesterverbände zur Verabschiedung von Attributionsstandards dokumentiert. Die Methoden und Konzepte, die von Huther diskutiert und weiterentwickelt worden sind, stellen dafür eine anspruchsvolle Benchmark dar.

KONTAKT MIT NATIONALEN UND INTERNATIONALEN STANDARDISIERUNGSGREMIEN

Um die gegenwärtige Standardisierungsdiskussion aktiv mitgestalten zu können, hat Andreas Huther bereits Kontakte mit Vertretern entsprechender nationaler und internationaler Standardisierungsgremien aufgenommen. Seine diesbezüglichen Arbeiten stoßen aber auch in Projekten mit den Praxispartnern des Augsburger Lehrstuhls für BWL, Wirtschaftsinformatik & Financial Engineering, namentlich bei der HypoVereinsbank oder bei Ernst & Young, auf großes Interesse.

ALLGEMEINGÜLTIGE METHODEN UND KONZEPTE

Auch wenn Huthers Ausführungen sich primär auf den leistungswirtschaftlichen Bereich von Industrieunternehmungen beziehen, so präsentiert er dennoch völlig allgemeingültige Methoden und Konzepte, die für ein integriertes Ertrags- und Risikomanagement in Banken und Versicherungen gleichermaßen relevant und nutzbringend einsetzbar sind. Zudem ist es gerade für Banken und Versicherungen von außerordentlichem und gegenwärtig enorm steigendem Interesse, dass sich durch die Anwendung innovativer Konzepte zum Risikomanagement insgesamt die Ertrags-/Risikoposition der Unternehmungen verbessern kann.

ZUR PERSON: DR. ANDREAS HUTHER

Andreas Huther, 1972 in Singen (Landkreis Konstanz) geboren, studierte nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium Überlingen von 1992 bis 1997 an der Universität Augsburg Betriebswirtschaftslehre mir den Schwerpunkten Wirtschaftsprüfung und Controlling, Unternehmensführung und Organisation sowie Wirtschaftsinformatik. Nach dem Diplom wurde er 1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Augsburger Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik und Financial Engineering bei Prof. Dr. Hans Ulrich Buhl.

Hier war er 1998/99 an dem Projekt "Corporate Finance - Konzeption eines integrierten Steuerungssystems für das industrielle Treasury unter besonderer Berücksichtigung von Risikoaspekten" (in Zusammenarbeit mit der SAP AG, Walldorf) und 1999/2000 an dem Projekt "Erforschung und Evaluation wissenschaftlicher Fachkonzepte für die Performanceanalyse in der Einzelvermögensverwaltung" (in Zusammenarbeit mit der HypoVereinsbank AG, München) beteiligt. In den Jahren 2000 und 2001 hatte er am Lehrstuhl Buhl die verantwortliche Projektleitung für die internationale Doppeltagung WI-IF 2001 (5. Internationale Tagung Wirtschaftsinformatik und 3. Tagung Informationssysteme in der Finanzwirtschaft) inne, die mit herausragendem Erfolg vom 19. bis zum 21. September 2001 in Augsburg stattfand.

Am 6. Februar 2003 hat Andreas Huther mit der mündlichen Prüfung sein Promotionsverfahren an der Universität Augsburg abgeschlossen. Das Verfahren wurde in allen Kategorien durchgängig mit "summa cum laude" bewertet.
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KONTAKT UND WEITERE INFORMATIONEN:
Dr. Andreas Huther
Telefon 0821/25923-11, andreas.huther@wiwi.uni-augsburg.de
http://www.wiwi.uni-augsburg.de/.../Huther~C_Andreas.jsp?rnd=2768

ZUM WISSENSCHAFTSPREIS DER BAYERISCHEN LANDESBANK:
http://www.bayernlb.de/...ber/gesellen/wissen/wissen.jsp

Weitere Informationen:


Klaus P. Prem, Universität Augsburg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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