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Universität Potsdam, 17.07.08

Zweithellster Stern der Milchstraße entdeckt

Wissenschaftler der Universität Potsdam haben im Zentrum unserer Galaxis einen Stern mit der Helligkeit von 3,2 Millionen Sonnen entdeckt. Der Pfingstrosennebel-Stern mit der astronomischen Bezeichnung WR 102ka ist damit der zweithellste bisher entdeckte Stern nach Eta Carinae, der so hell leuchtet wie 4,5 Millionen Sonnen. Da es jedoch schwierig ist, die genaue Helligkeit oder Leuchtkraft solcher extrem heißer Sterne festzustellen, könnten beide Kandidaten auch ähnlich stark strahlen. Die Forschungsergebnisse der Potsdamer Astrophysiker werden demnächst in der Fachzeitschrift "Astronomy and Astrophysics" veröffentlicht.

Der Pfingstrosennebel-Stern war auch schon vorher bekannt, aber wegen seiner verborgenen Lage in dem staubreichen Zentralgebiet der Milchstraße wurde seine extreme Leuchtkraft bislang nicht erkannt. Der Infrarot-Spektrograph des Spitzer-Teleskops ermöglichte es jedoch, in das für sichtbares Licht undurchdringliche Gebiet zu blicken.

Der Pfingstrosennebel-Stern liegt 26.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schütze. Er gehört zu dem Typ von blauen Riesensternen, die Wolf-Rayet-Sterne genannt werden. Sein Durchmesser ist etwa 100 Mal so großen wie der unserer Sonne. Derart massereiche Sterne sind selten und stellen die Astronomen bislang vor ein Rätsel. Theoretisch sollten Sterne mit einer so großen Masse nicht zusammenhalten können und deshalb schon bei ihrer Entstehung in Doppel- oder Mehrfachsterne zerfallen.

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Autoren der Veröffentlichung vom Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam Andreas Barniske, Tel.: 0331/9775908, E-Mail: abarnisk@astro.physik.uni-potsdam.de, Dr. Lidia Oskinova, Tel: 0331/977-5910, E-Mail: lida@astro.physik.uni-potsdam.de oder Prof. Dr. Wolf-Rainer Hamann Tel.: 0331/977-1053, E-Mail: wrh@astro.physik.uni-potsdam.de zur zur Verfügung.

Diese Medieninformation ist auch unter http://www.uni-potsdam.de/pressmitt/2008/pm184_08.htm im Internet abrufbar.


Sylvia Prietz, Universität Potsdam
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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