Hilfe: Sie befinden sich auf...

Friedrich-Schiller-Universität Jena, 09.02.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Friedrich-Schiller-Universität Jena, 09.02.07

Wohin die Welle fließt

Nachwuchsphysiker der Universität Jena gewann Posterpreis bei internationalem Symposium

Felix Dreisow von der Uni Jena vor seinem ausgezeichneten Poster.
Foto: Watanabe

Jena (09.02.07) Mit einem Scheck über 1.000 US-Dollar ist Felix Dreisow Ende Januar aus dem kalifornischen San José nach Jena zurückgekehrt. Das Geld ist der Preis, den der Doktorand in der Arbeitsgruppe "Ultrafast Optics" des Instituts für Angewandte Physik (IAP) der Friedrich-Schiller-Universität Jena beim internationalen Symposium "Commercial and Biomedical Applications of Ultrafast Lasers" gewonnen hat. Dort wurde Dreisow mit dem "Best student poster award" ausgezeichnet. Das Symposium findet jährlich im Rahmen der größten Optik- und Photonik-Messe "Photonics West" in den USA statt und zog in diesem Jahr über 17.000 Besucher an.


Prämiert wurden Dreisows Forschungsergebnisse zur Untersuchung von Wellenleiterarrays in Quarzglas, die in der integrierten Optik verwandt werden. Die Physiker der Jenaer Universität stellen diese Wellenleiter mittels ultrakurzer Laserpulse her. "Durch diese Technologie lassen sich die Wellenleiter dreidimensional anordnen. Außerdem haben die Wellenleiter den Vorteil, dass sie das Licht nahezu streuungsfrei leiten", erklärt Prof. Dr. Stefan Nolte, Leiter der Arbeitsgruppe "Ultrafast Optics" am IAP und Betreuer von Felix Dreisow. Doch genau das ist in einer anderen Hinsicht ein Nachteil. "Bislang konnte man die Ausbreitung des Laserlichts innerhalb der Wellenleiterarrays und damit die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Wellenleitern nicht beobachten", so Nolte.

Deshalb nutzen die Forscher um Prof. Nolte für die Herstellung von Wellenleiterarrays Quarzglas mit einem relativ hohen Hydroxid-Anteil. "Dabei handelt es sich eigentlich um Verunreinigungen", weiß Preisträger Felix Dreisow. Diese "Verunreinigungen" führen während der Laserstrukturierung zur Entstehung von so genannten Farbzentren - Stellen, die rot fluoreszieren, sobald sie mit geeignetem Licht angeregt werden.

Das ausgezeichnete Jenaer Poster zeigt jetzt erstmals, wie die Lichtausbreitung in einem Wellenleiterarray anhand des roten Fluoreszenzlichts der Farbzentren einfach mit einem Mikroskop beobachtet werden kann. "Wir haben die Ausbreitung von zwei Lichtquellen in einem Wellenleiterarray untersucht", beschreibt Felix Dreisow den Ansatz. Erstmals konnte so die resultierende Überlagerung der beiden Lichtwellen direkt sichtbar gemacht werden. So zeigten sich beispielweise Interferenzeffekte nur für bestimmte Quellenabstände. "Die Methode eignet sich damit, grundlegende Effekte bei der Lichtausbreitung in Arrays gekoppelter Wellenleiter sichtbar zu machen", schätzt Prof. Nolte die Bedeutung der Forschungsarbeit ein.

Die prämierte Arbeit wird im Rahmen der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Forschergruppe 532 "Nichtlineare raum-zeitliche Dynamik in dissipativen und diskreten optischen Systemen" durchgeführt.

Kontakt:
Felix Dreisow, Prof. Dr. Stefan Nolte
Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 657674, 657656
E-Mail: dreisow[at]iap.uni-jena.de, nolte[at]iap.uni-jena.de

Weitere Informationen:


Dr. Ute Schönfelder, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Kurz vorm Schmelzen 
 Viel Fortschritt bei eingebauten Systemen