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Fraunhofer-Gesellschaft, 07.02.00

Mehr Verkehr - weniger Stau

Der Zukunft des Verkehrs droht Stillstand - steigendes Verkehrsaufkommen, ökologisch und ökonomisch begrenzter Ausbau des Straßen- und Schienennetzes. Einen Ausweg zeigt die umfangreiche Studie des Arbeitskreises Verkehrstelematik der Fraunhofer-Gesellschaft.

Der Verkehr wird in den nächsten Jahren sein starkes Wachstum fortsetzen, während die Straßen- und Schienennetze nur begrenzt ausgebaut werden können. Der Verkehrsinfarkt droht: Nicht nur in den Städten zur Rushhour am Morgen und am Nachmittag oder auf den Fernstraßen bei Ferienbeginn und -ende. Auf deutschen Straßen ist Stau Alltag. Diese rasende Entwicklung in den Stillstand kollidiert mit den Mobiltätsbedürfnissen der Bürger und den Anforderungen der Wirtschaft. Die Lösung der Verkehrsprobleme wird in den kommenden Jahrzehnten zu einem Schlüssel der Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Davon hängen Landes-, Regional- und Stadtentwicklung ebenso ab wie künftige Formen der internationalen Arbeitsteilung. Entscheidend für den Erfolg sind Lösungen, die umweltverträglich sind und von den Nutzern akzeptiert werden.


Einen Ausweg aus dem Verkehrsdilemma bieten die Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger (intermodale Mobilität) und die effektive und effiziente Nutzung der vorhandenen Mobilitätsressourcen. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie des Arbeitskreises Verkehrs-telematik der Fraunhofer-Gesellschaft, die nun auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Eine Schlüsselrolle für die Lösung der Verkehrsprobleme nehmen dabei moderne Telematiksysteme ein. Die Verkehrstelematik, die sich mit der Erfassung, Übermittlung und Auswertung von verkehrsbezogenen Informationen befasst, soll die Basis für ein umfassendes Verkehrsmanagement schaffen. Ziele sind, den unvermeidbaren Verkehr effektiver zu gestalten, Fahrzeuge und Fahrwege effizienter zu nutzen, den unnötigen Verkehr zu reduzieren und die Nutzung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zu fördern.

Die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken eröffnet erhebliche Einsparungen im Personen- und Güterverkehr. Eine grobe Abschätzung ergab ein Marktpotential für Forschungs- und Entwicklungsleistungen für das Gebiet Verkehrstelematik bis in den Milliardenbereich jährlich. Die Verkehrstelematik wird daher zu einem strategischen Arbeitsfeld der Fraunhofer-Gesellschaft ausgebaut. Die Fraunhofer-Gesellschaft verfügt auf allen wichtigen Arbeitsfeldern über umfangreiches und relevantes Know-How, um Verkehrsprobleme interdisziplinär, überregional und verkehrsträgerübergreifend lösen zu können. Die Bündelung dieser Aktivitäten im neuen Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden verspricht eine hohe Effizienz bei der Umsetzung dieser Visionen. Die Studie kann für 300.- DM bestellt werden.

Ansprechpartner:
Günther Nirschl
Telefon: 03 51/46 40-6 54
Telefax: 03 51/46 40-6 13
E-Mail: nirschl@ivi.fhg.de

Fraunhofer-Institut für
Verkehrs- und Inftrastruktursysteme IVI
Zeunerstraße 38
01069 Dresden
Pressekontakt:
Dr. Gunter Lauckner
Telefon: 0351/4640-640
Telefax: 0351/4640-613
E-Mail: lauckner@ivi.fhg.de

Weitere Informationen:


Beate Koch, Fraunhofer-Gesellschaft
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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