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Universität Ulm, 31.08.05

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Universität Ulm, 31.08.05

Uni Ulm auf IFA Berlin

Unter den 1200 Ausstellern aus 40 Ländern bei der 45. Internationalen Funkausstellung (IFA) vom 2. bis 7. September in Berlin ist auch die Universität Ulm vertreten. Gemeinsam mit einem kooperierenden Unternehmen (Trinloc/Rheinbreitbach) präsentiert eine Forschungsgruppe unter Leitung von Professor Albrecht Rothermel auf dem Messegelände unter dem Funkturm eine so genannte "Broadcast-Media-Box".

Pressemitteilung

31. August 2005
Uni-Präsenz auf IFA

Unter den 1200 Ausstellern aus 40 Ländern bei der 45. Internationalen Funkausstellung (IFA) vom 2. bis 7. September in Berlin ist auch die Universität Ulm vertreten. Gemeinsam mit einem kooperierenden Unternehmen (Trinloc/Rheinbreitbach) präsentiert eine Forschungsgruppe unter Leitung von Professor Albrecht Rothermel auf dem Messegelände unter dem Funkturm eine so genannte "Broadcast-Media-Box".

Sie dient als Entwicklungsplattform für künftige digitale Rundfunkempfänger nach verschiedenen, zum Teil noch nicht standardisierten Verfahren. Entwickelt und gebaut wurde die jetzt erstmals vorgestellte Neuentwicklung von den Uni-Forschern in Zusammenhang mit dem Halbleiter-Hersteller Atmel, der auf dem Oberen Eselsberg ein Forschungslabor betreibt.
Professor Rothermel, stellvertretender Leiter der Abteilung Allgemeine Elektrotechnik und Mikroelektronik, hat mit seiner Arbeitsgruppe bereits eine zehnjährige Erfahrung im Entwurf von Verfahren und Komponenten für die optimierte Videosignal-Verarbeitung in modernen Fernsehempfängern.
Hintergrund des Projekts ist die derzeit aktuelle Einführung des digitalen Fernsehens in Deutschland nach dem so genannten DVB-T Standard, nachdem das Land inzwischen flächendeckend mit digitalem Radio versorgt ist. Um dessen Infrastruktur besser zu nutzen und unter Anwendung modernerer, effizienterer Quellcodierverfahren als bei DVB-T wird momentan die Übertragung digitaler Fernsehprogramme über den Radio-Standard (DAB) erprobt, besonders intensiv übrigens in Korea mit einem eigenen System (DMB).
Europa allerdings sucht eine verbesserte Version von Fernsehen über DAB (Kürzel DxB). Die Ulmer "Broadcast-Media-Box" dient nun als Entwicklungsplattform für Empfänger nach allen denkbaren Standards. Voraussetzung ist jeweils nur die Implementierung entsprechender Software.
"Unsere Zielgruppe in Berlin sind weniger die Endkunden, sondern das Fachpublikum", sagt Professor Rothermel, der mit dem IFA-Auftritt nicht nur das Partnerunternehmen bei der Vermarktung unterstützen, sondern auch seine Arbeitsgruppe und deren enormes Know how bei der Entwicklung digitaler mobiler und stationärer Empfänger bekannter machen will. "Ich hoffe auf Folgeaufträge unserer Partnerfirma, aber auch auf neue Kontakte für den Start weiterer Projekte", erklärte der Ulmer Wissenschaftler.

Weitere Informationen:


Willi Baur, Universität Ulm
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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