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Technische Universität Darmstadt, 29.06.07

TU Darmstadt entwickelt vierbeinigen Roboter

Im Fachbereich Informatik der TU Darmstadt ist zum ersten Mal in Deutschland ein vierbeiniger autonomer Roboter als eine Standardplattform für Forschung und Ausbildung entwickelt worden. Der neue Roboter soll als Plattform die Nachfolge des "Aibo" von Sony antreten, der seit 2006 nicht mehr gebaut wird. Er hat ebenfalls eine hundeähnliche Form, ist aber etwas größer als der Aibo.

Der neue vierbeinige Roboter könnte die Standard-Forschunghardware seiner KLasse werden
Katrin Binner/TU Darmstadt

Der noch namenlose neue Roboter (rechts) mit seinem Vorgänger, dem Aibo von Sony
Katrin Binner/TU Darmstadt

Der voll programmierbare, vierbeinige Roboter ist als leistungsfähige, offene und modulare Plattform für die Forschung und universitäre Ausbildung konzipiert und zeichnet sich durch eine Vielfalt von neuen informationstechnischen Schnittstellen, Sensoren und Bewegungsmöglichkeiten aus. Er beruht auf einem offenen und modularen Konzept, das individuelle Erweiterungen der Hard- oder Software leicht ermöglicht.

Am 29. Juni 2007 wurde der Roboter von Prof. Dr. Oskar von Stryk, dem Leiter des Fachgebiets Simulation, Systemoptimierung und Robotik im Fachbereich Informatik, unter dessen Leitung er entwickelt wurde, und Dipl.-Inform. Max Risler, einem der Entwickler, erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.


Der Fachöffentlichkeit wird der neue Roboter auf dem bedeutendsten Roboter-Wettbewerb der Welt, dem RoboCup im Juli 2007 in Atlanta/USA vorgestellt. Nachdem Sony im März 2006 die Einstellung des Aibo angekündigt hatte, hatte die RoboCup Federation eine internationale Ausschreibung für eine Nachfolge-Roboterplattform eröffnet, in der das Konzept der TU Darmstadt mit drei Mitbewerbern für die Endausscheidung ausgewählt wurde.

Der Roboter wurde an der TU konzipiert und entwickelt, wobei der mechanische Bewegungsapparat zusammen mit Hajime Research Institute Ltd., Osaka, Japan, entwickelt und das äußere Erscheinungsbild von Gotha Design, Gotha, gestaltet wurde.

Am Robocup in Atlanta werden auch wieder die aussichtsreichen Teams der Darmstadt Dribbling Dackels und Darmstadt Dribblers im Roboterfußball am Start sein.

Der neue Roboter in Zahlen:

o Länge, Höhe, Breite: ca. 40cm, ca. 30cm, 25cm
o 15 programmierbare Drehgelenksantriebe: 3 pro Bein, 3 im Hals
o Endgewicht: ca. 2,5 kg.
o Kamera: Auflösung: 640 x 480, max. Bildrate: 90 Bilder pro Sekunde
o Onboard-Rechner: 500 MHz AMD-Geode-LX800®-Prozessor, wahlweise Linux- und Windows-fähig
o LAN und WLAN
o Speicherkartenslot
o Zusätzliche freie Anschlüsse: 2 x USB, 1 x VGA Monitor
o Minidisplay und 4 Taster
o LiPo-Batterien
o Entwicklungszeit: 6 Monate

Pressekontakt: Wolf Hertlein, Referat Kommunikation, Tel. 06151/16-3229, hertlein@pvw.tu-darmstadt.de

he, 29. Juni 2007, PM-Nr. 49/2007

Weitere Informationen:


Jörg Feuck, Technische Universität Darmstadt
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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