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Private Universität Witten/Herdecke gGmbH, 30.01.04

Tief durchatmen: Asthma-Leitlinie für Betroffene

Neue Internetseite der Universität Witten/Herdecke will Asthmatiker unterstützen


Pfeifender Atem, trockener Husten, Kurzatmigkeit; oft handelt es sich um Asthma, wenn diese Beschwerden dem Hausarzt geschildert werden. Fünf Prozent der Erwachsenen und etwa 10 Prozent der Kinder leiden an dieser chronischen Erkrankung der Atemwege. Die Patientenzahlen steigen stetig an, gerade in den Industrienationen - niemand weiß warum.
Dennoch besteht Nachholbedarf bei der Erkennung und der Behandlung des Asthmas: Längst nicht alle Betroffenen wissen über ihre Erkrankung Bescheid, viele Asthmatiker wenden die bewährten Behandlungsmöglichkeiten nicht konsequent an. So werden beispielsweise die schnellwirkenden Asthmasprays zu oft, die vorbeugenden aber zu selten benutzt.

Abhilfe wollen die Ärzte des medizinischen Wissensnetzwerkes evidence.de der Universität Witten/Herdecke schaffen. Ihre "Patientenleitlinie Asthma" ist nicht die einzige Internetseite zu dieser Erkrankung. Sie ist aber die erste, die auf einer entsprechenden Ärzteleitlinie beruht und damit die strengen wissenschaftlichen Kriterien der evidenzbasierten Medizin erfüllt.

Die Patientenleitlinie Asthma wurde von den Betroffenen bereits intensiv unter die Lupe genommen. Die Ärztin und Leitlinien-Autorin Jana Isfort war vor Ort bei den Selbsthilfegruppen: "Von den Asthmatikern bekamen wir wertvolle Hinweise und Verbesserungsvorschläge."

Projektkoordinator und Internist Nik Koneczny: "Die hochtechnisierten Untersuchungsverfahren und die modernsten Produkte der Arzneimittelhersteller spielen eine wichtige Rolle in der Asthma-Behandlung. Um aber die Versorgung unserer Asthmapatienten weiter zu verbessern, bedarf es anderer Schwerpunkte: Im Zentrum der Patientenleitlinie steht der eigenständige, informierte Patient, der gemeinsam mit seinem Arzt lernt, sein Leben mit Asthma zu meistern."

Was passiert beim Asthma? Wie kann man vorbeugen? Welche Medikamente helfen? Wie sind "alternative" Therapien zu beurteilen? Was ist im Notfall zu beachten? Wie kann der Asthmatiker wieder tief durchatmen?
Diese und viele andere Fragen beantwortet die Patientenleitlinie Asthma; im Internet unter www.Patientenleitlinien.de .

Kontakt: Nik Koneczny
Tel: 02302/926-741, E-mail: info@evidence.de

Weitere Informationen:


Dr. Olaf Kaltenborn, Private Universität Witten/Herdecke gGmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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