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Technische Universität Chemnitz, 16.04.03

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Technische Universität Chemnitz, 16.04.03

Schüler entwickeln Raumbildschirm

Visionszeichnung des Raumbildschirms "Felix3D"

Schüler entwickeln Raumbildschirm
TU Chemnitz hilft jungen Forschern in Stade bei der Entwicklung eines 3D- Festkörperdisplays

Unter dem Namen "Solid Felix" arbeitet bereits seit mehreren Jahren eine Schülergruppe in Stade bei Hamburg sehr erfolgreich am Prototyp eines Raumbildschirms ( http://www.felix3d.com ). Dabei werden sie jetzt auch von der Professur Schaltungs- und Systementwurf der Technischen Universität Chemnitz unterstützt. Informationstechniker der TU um Prof. Dr. Dietmar Müller entwickelten zwei dringend benötigte Leiterplatten für die Ansteuerung des Displays.


Was ist nun das Besondere an der neuen Darstellungstechnik: Das 3D-Festkörperdisplay besteht aus einem durchsichtigen Calciumfluorid-Kristall, in dem Erbium-Ionen eingelagert sind. Diese Ionen lassen sich durch zwei infrarote Laserstrahlen unterschiedlicher Wellenlänge (850 und 1.500 Nanometer) so anregen, dass sie Licht aussenden. Die Kombination sehr vieler, gezielt zum Leuchten gebrachter Punkte innerhalb des Kristalls erzeugt die gewünschte dreidimensionale Form. Eine per Computer angesteuerte Spiegelmechanik sorgt dafür, dass sich die Laserstrahlen an jeder beliebigen Stelle des Calciumfluorid-Kristalls kreuzen können. Geschieht dies sehr schnell, setzt sich bedingt durch die Trägheit des menschlichen Auges die 3D-Figur zusammen - ähnlich wie beim schnellen Wechsel der Bilder im Kino.

Besonderes Interesse an dieser Lösung könnten zum Beispiel Fluglotsen haben: So könnten eines Tages die Flugzeuge im Luftraum über einem Flughafen in einem durchsichtigen Würfel dargestellt werden. Dieses Display könnte Bewegungsrichtung, Abstand, Höhe und Geschwindigkeit der Maschinen viel genauer und auf einen Blick zeigen als das derzeit auf den zweidimensionalen Schirmen im Tower möglich ist.

Im Rahmen dieser Forschungsarbeit waren die Jugendlichen im Januar 2003 zum "15th Annual Symposium on Electronic Imaging, Science and Technology" in Santa Clara/Kalifornien eingeladen. Gewöhnlich treten dort nur Universitäten und Laboratorien der Industrie auf. Die Schüler wurden nicht nur begeistert auf dem Kongress aufgenommen, sie erhielten sogar eine Auszeichnung für ihren Vortrag verbunden mit einer Einladung zu einem dreimonatigen Studienaufenthalt an die Universität von Ontario in Kanada.

Weitere Informationen: Diplom-Physiker Knut Langhans, Studiendirektor des Projektes "FELIX 3D-Display", Telefon und Fax (0 4141) 87 146, E-Mail mail@felix3d.com , sowie über TU Chemnitz, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Reichenhainer Straße 70, 09107 Chemnitz, Prof. Dr. Dietmar Müller, Telefon (03 71) 5 31 - 31 95, Fax (03 71) 5 31 - 31 93, E-Mail: dietmar.mueller@infotech.tu-chemnitz.de

Weitere Informationen:


Dipl.-Ing. Mario Steinebach, Technische Universität Chemnitz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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