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Siemens AG, 11.08.05

Schnelles Funknetz für Weißrussland

Siemens wird in Weißrussland ein breitbandiges Funknetz für die Ablesung von Verbrauchszählern installieren. Künftig kann der staatliche Telekommunikationsanbieter Best den Verbrauch an Strom, Gas und Wasser ablesen und an eine zentrale Abrechnungsstelle funken. Verwendet wird dafür die so genannte Wimax-Technik (Worldwide Interoperability for Microwave Access), eine standardisierte Funktechnologie für schnelle Breitbandanschlüsse bei Privat- und Geschäftskunden, die auch drahtloses Surfen im Internet in DSL-Qualität bietet.
Über dieses Funknetz werden ab Ende 2005 in Teilen Weißrusslands (Belarus) die Verbrauchsdaten der Haushalte abgerechnet. Daneben gibt es eine Initiative, die möglichst vielen Einwohnern Zugang zum Internet verschaffen soll. Für das Fernablesen der Zähler bietet Siemens Communications neben dem Aufbau der gesamten Funknetzinfrastruktur auf Basis seiner Skymax-Produkte alle Endgeräte für die Messung und Übertragung an. Die Messgeräte geben die Verbrauchsdaten an ein Modem weiter, das den Zugang zum Funknetz herstellt. Die Daten werden an die Basisstation des Netzbetreibers gesendet und dort erfasst. Über das Modem kann man auch im Internet surfen.
Fest- und Mobilnetzbetreiber können mit Wimax die "letzte Meile" überbrücken, wenn sie drahtlose DSL-Services in abgelegenen Gebieten zur Verfügung stellen wollen, in denen der Service über Kabel oder Glasfaser schwierig oder unwirtschaftlich ist. Unter Idealbedingungen schafft Wimax eine Übertragungsgeschwindigkeit von 75 Megabit pro Sekunde bei einer Reichweite von bis zu 40 Kilometern. Zum Betrieb braucht der Betreiber eine Basisstation und der Nutzer ein Modem. Um eine Stadt mit etwa 100.000 Einwohnern abzudecken, wären rund 15 Basisstationen notwendig.
Skymax ist eine Plattform in Netzbetreiberqualität, die so hohe Bandbreiten aufweist, dass sich mittels einer einzigen Basisstation für mehrere tausend Haushalte eine Anbindung in DSL-Qualität bereitstellen lässt. Siemens ist eines von wenigen Unternehmen weltweit, die dieses Gesamtsystem anbieten können, speziell die Kombination aus Komponenten aus dem Telekommunikationssektor mit denen aus dem Energiesektor.
Foto: http://www.siemens.com/ct-bild/soct200511

Weitere Informationen:


Dr. Norbert Aschenbrenner, Siemens AG
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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