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Kompetenzzentrum Nanotechnologie, 01.09.06

Nanotechnologie im Unterricht

Nanotechnologie spielt in unserem Alltag eine immer wichtigere Rolle. Um die Forscher und Entwickler von morgen mit dieser Materie vertraut zu machen, muss sie bereits heute Eingang in die Schulen finden. Der Workshop "Nanotechnologie im Unterricht", der vom 25.-26. September 2006 in der Heidelberger Villa Bosch stattfindet, widmet sich dieser Thematik. Vorgestellt wird der Experimentierkasten zur Chemischen Nanotechnologie, den das Saarbrücker Kompetenzzentrum CC-NanoChem entwickelt hat.

Es gibt kaum einen Bereich der Technik, in dem die Nanotechnologie nicht früher oder später eine entscheidende Rolle spielen wird. Wer sich heute dafür entscheidet Arzt, Flugzeugkonstrukteur, Kfz-Ingenieur, Architekt, Chemielaborant oder Elektronikfacharbeiter zu werden, wird in seinem zukünftigen beruflichen Leben immer wieder mit der Nanotechnologie zu tun bekommen. Darum ist es unerlässlich, den Fachkräften von morgen schon heute ein fundiertes Grundwissen zu diesem Thema zu vermitteln und ihnen vor allen Dingen eine ganz bestimmte Fähigkeit zu vermitteln: die Fähigkeit, Grenzen zwischen naturwissenschaftlich-technischen Fächern zu überschreiten, stets über den jeweiligen Zaun zu schauen und Berührungspunkte mit den anderen Wissensfeldern zu suchen und zu finden.


Das Kompetenzzentrum CC-NanoChem am Leibniz-Institut für Neue Materialien in Saarbrücken hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V. und dem saarländischen Landesinstitut für Pädagogik und Medien einen Experimentierkasten zur Chemischen Nanotechnologie zusammengestellt. Er enthält eine Reihe von Versuchen, die sich hervorragend zur Integration in den Schulunterricht eignen, den interdisziplinären Charakter der Nanotechnologie unterstreichen und ihr Anwendungspotential verdeutlichen.

So werden in einer einfachen Fällungsreaktion farbige Lösungen von Goldnanopartikeln hergestellt, photokatalytische Nanopartikel zersetzen unter UV-Licht Farbstoffe in wässeriger Lösung, mit wenigen einfachen Chemikalien wird eine lotus-ähnliche Beschichtung erzeugt, und magnetische Nanopartikel beweisen im Handversuch ihr Potential zur Abtrennung von Schwermetallen aus Abwasser.

Gemeinsam mit der Klaus Tschira Stiftung gGmbH und dem Schulen ans Netz e.V. und mit Unterstützung des Fonds der Chemischen Industrie hat das Kompetenzzentrum CC-NanoChem nun einen Workshop zum Thema "Nanotechnologie im Unterricht" organisiert. Er wird im September im Rahmen der Fachtagung "Naturwissenschaften entdecken!" in der Heidelberger Villa Bosch stattfinden.

Lehrer der Fächer Chemie, Physik und Biologie sind eingeladen, sich mit dem Thema Nanotechnologie näher vertraut zu machen. Alle Teilnehmer erhalten einen Experimentierkasten, um die Experimente im Unterricht testen zu können. Auf Basis des Feedbacks, das die Veranstalter von ihnen erhalten, wird der Experimentierkasten für den effektiven Einsatz in der Schule optimiert. Darüber hinaus werden die Integration von Nano-Themen in den Unterricht und der Einsatz digitaler Materialien bei diesem Vorhaben erörtert und Strategien entwickelt. Im Ergebnis dieses Prozesses soll der Experimentierkasten ab 2007 bundesweit erhältlich sein.

Weitere Informationen:


Dr. Marius Kölbel, Kompetenzzentrum Nanotechnologie
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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