Hilfe: Sie befinden sich auf...

FernUniversität in Hagen, 07.07.06

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

FernUniversität in Hagen, 07.07.06

Mitteilsame Roboter und beim Joggen dazulernen

Dr.-Ing. Andreas Bischoff

Zum Hintergrund: Einem kleinen mobilen Forschungsroboter, mit dessen Hilfe Studierende regelungstechnische Prozesse verstehen sollen, hatten Ingenieure des Lehrgebiets das Sprechen beigebracht. So kann der Roboter über seine Befindlichkeiten während der Experimente Auskunft geben; er sagt dann zum Beispiel: "Ich habe die Netzwerkverbindung verloren" oder "Ich suche die Batterieladestation". Das funktioniert mit Hilfe der Sprachausgabe-Software MBROLA und txt2pho, Open-Source-Software, die aus deutschsprachigen Textdateien Sprache generiert. Hilfreich ist es, weil man während der Experimente im Labor den Systemzustand des Roboters nicht ständig über Bildschirm beobachten muss.


Quasi im Nebenprodukt hat Bischoff diese Software um ein WWW-Modul erweitert, das es dem Roboter auch ermöglicht, ganze Webseiten vorzulesen. Dazu muss dieser natürlich mit dem Internet verbunden sein.

Aus diesem Verfahren wiederum ist dann die eigenständige Webanwendung Pediaphon hervorgegangen. Das Pediaphon kann - auch ganz ohne Roboter - Wikipedia-Artikel vorlesen, indem es MP3-Dateien und Podcasts aus den Texten generiert. Dabei bezieht es nur die Artikel und beispielsweise keine Navigations-Links ein, so dass aus dem Lautsprecher des PCs tatsächlich sinnvoller gesprochener Text kommt - wenn auch charmant holprig. Nun lesen auch herkömmliche Screen-Reader Bildschirmtext vor. Ein Vorteil des Pediaphons liegt aber darin, dass nichts installiert werden muss. Mit dem Button "Erzeuge MP3 aus Wikipedia-Artikel" legt das Pediaphon direkt los.

Mit dem Button "Höre Wikipedia-Artikel" beginnt dann die Sprachausgabe der erzeugten MP3-Datei sofort per Stream. Unverzerrt zuhören ist dabei selbst mit einer langsamen Modem-Verbindung möglich. Ein Abspielprogramm (Windows Media Player, iTunes, Winamp etc.) oder Java muss auf dem Computer natürlich installiert sein. Eine frisch generierte - relativ große - MP3-Datei herunter zu laden kann dagegen je nach Netzverbindung etwas länger dauern. Das ist jedoch nur notwenig, wenn die Datei für eine spätere Wiedergabe auf einem MP3-Player aufbewahrt werden soll.

Damit können Nutzerinnen und Nutzer die gesprochenen Artikel speichern, auf einen MP3-Player übertragen und dann später erst anhören. "Lange Autofahrten würde ich anders gar nicht mehr überstehen. Es ist doch super, dabei noch etwas zu lernen", sagt Bischoff selbst über seine Entwicklung.

Der Inhalt der vorgelesenen Texte steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Das Pediaphon ist ein Beitrag zum Wikiprojekt Gesprochene Wikipedia; technisch realisiert wurde der kostenfreie Dienst mit Hilfe von Open-Source-Software. Betrieben wird er am Lehrgebiet Prozesssteuerung und Regelungstechnik der FernUniversität in Hagen.

Weitere Informationen:

FernUniversität in Hagen

Stabsstelle Kommunikation
Anemone Schlich - Pressereferentin
Telefon 02331/987-2421
E-Mail anemone.schlich@fernuni-hagen.de

Lehrgebiet Prozesssteuerung und Regelungstechnik
Dr.-Ing. Andreas Bischoff
Telefon 02331/987-1105
E-Mail andreas.bischoff@fernuni-hagen.de

Weitere Informationen:

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Junge Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt in Potsdam 
 Exzitonen in neuem Licht