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Fraunhofer-Gesellschaft, 13.04.06

Mensch Maschine Interface: Schneller vom Design zum Prototyp

Mensch Maschine Interface: Schneller vom Design zum Prototyp
(Fraunhofer ESK)

Effizientere Toolkette entworfen

Wissenschaftlern der Fraunhofer ESK ist es nun gelungen, den Weg vom Design zum Prototyp zu optimieren: Das Design wird als Scalable Vector Graphic (SVG) erstellt. Die Elemente der Vektorgraphik werden direkt über eine C++ Applikation mit den Daten verknüpft. Ein separates Visualisierungstool entfällt somit.

Alle gängigen Grafikprogramme können in das standardisierte SVG-Format, das auf der Extensible Markup Language (XML) basiert, exportieren. Ein weiterer Vorteil dieser Toolkette: das Design kann in jedem Web-Browser - mit SVG-Plug-in - dargestellt und im Intranet zur Diskussion gestellt werden.


Strukturierte Daten sparen Arbeit

Im SVG-Format werden alle graphischen Elemente in Baum-Form strukturiert. So können Veränderungen effizient auf ganze Zweige - Gruppen von Elementen - angewendet werden. Die Gruppen können ganz oder in ihren einzelnen Elementen über IDs angesprochen und somit sichtbar gemacht, verschoben, gedreht, exakt skaliert oder transparent dargestellt werden.

Im Gegensatz zur Programmierung des Designs in einem spezialisierten Visualisierungstool fällt hier zunächst zwar mehr Programmierarbeit an, doch erhöht diese Vorgehensweise wiederum die Flexibilität in der laufenden Testphase: Denn die SVG-Daten können direkt bearbeitet werden. So muss eine Designänderung nicht gleich einen neuen Zyklus in Gang setzten.

Einsatzmöglichkeiten

Automobilbranche
Die Fraunhofer ESK hat gemeinsam mit einem Projektpartner eine Visualisierungs-Plattform für den Einsatz in Prototypenfahrzeugen entwickelt. Ein spezielles Steuergerät stellt die Verbindung zwischen den Fahrzeugbussen (CAN, MOST) und der Visualisierungs-Plattform her. Die Plattform kann sowohl in Prototypen für die Serienproduktion als auch in spezialisierten Nutzfahrzeugen eingesetzt werden.

Anlagen- und Maschinenbau
Einsatzmöglichkeiten sieht die Fraunhofer ESK nicht nur in der Herstellung von Anzeigeelementen, sondern auch bei der Entwicklung von Bedienelementen im Anlagen- und Maschinenbau. Hier können hochauflösende Grafiken mit einer hohen Detailtiefe eine optimale Bedienung gewährleisten.

Der Einsatz der Toolkette ist auch für weitere Produkte interessant. Bereits heute setzen Mobiltelefone und zukünftig auch Desktop Betriebssysteme skalierbare Vektorgraphiken ein, um die Flexibilität des Designs zu erhöhen.

Profil Fraunhofer ESK

Mit den Forschungsergebnissen der Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK können die Bedienung und Administration von Systemen in der vernetzten Welt der Zukunft entscheidend vereinfacht werden. Die Wissenschaftler der Fraunhofer ESK befassen sich mit angewandter Forschung und Entwicklung. Je nach den Anforderungen der Industrie agiert die Fraunhofer ESK als kreativer Ideenlieferant und strategischer Berater, als neutraler Begutachter und externer Entwicklungspartner oder als Technologie- und Systementwickler. Zu den Kunden und Partnern gehören sowohl mittelständische als auch Großunternehmen, wie Infineon Technologies, Siemens und Vierling Communications.

Kontakt:

Susanne Baumer
Telefon: 089 547088-353
E-Mail: susanne.baumer@esk.fraunhofer.de

Weitere Informationen:


Presse Institute, Fraunhofer-Gesellschaft
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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