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Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und..., 11.04.02

Maschineninformation multimedial

Im Rahmen des Forschungsvorhabens "mumasy" entstand ein Multimedia-Maschineninformationssystem, das in Zukunft Maschinenbedienern und Service-Personal das Leben leichter machen soll. Die offizielle Abschlusspräsentation findet Ende April in Frankfurt statt.

Vor drei Jahren hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) das Verbundprojekt "mumasy" ins Leben gerufen. Ziel von "mumasy" war, die gesamte technische Maschinendokumentation in Text, Bild und Ton so aufzubauen und zugänglich zu machen, dass sich dem Anwender alle Informationen, die er braucht, rasch und unkompliziert erschließen. In standardisierter Form sollten sie ihm genau dort zur Verfügung stehen, wo er sie braucht: direkt an der Maschine. Insgesamt zwölf Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie zwei Fraunhofer-Institute arbeiteten unter der Koordination der VDMA-Gesellschaft für Forschung und Innovation VFI mbH gemeinsam daran. Nach dreijähriger Forschungsarbeit werden nun die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Abschlusspräsentation findet am 23. April 2002 im VDMA-Haus in Frankfurt am Main statt. Bereits vorab stellen die Projektpartner zusammen mit dem BMWi auf der Hannover Messe einzelne Projektergebnisse von "mumasy" vor: VDMA-Arena, Mittwoch, 17. April 2002.


Immer komplexer werdende Maschinen und Anlagen sowie die zunehmende Vernetzung von Lieferanten- und Kundenbeziehungen machen ein effizientes Informationsmanagement entlang des Produktlebenszyklus notwendig. "Eine durchgängige struktur- und werkzeugbasierte Technische Dokumentation ist eine wichtige Grundlage für eine effiziente Informationslogistik zwischen Lieferant und Kunde", erklärt Jürgen Mauch vom Fraunhofer IPA. Die Technische Dokumentation ist zwar der zentrale Träger von technischer Information, weist bisher aber oft eine Reihe von Defiziten auf: Sie ist uneinheitlich, nicht immer aktuell und nur eingeschränkt wiederverwendbar. Ein wesentlicher Teil des Projekts war darum die Erstellung einer DTD (Document Type Definition). Mit einer DTD können mit Hilfe von Metasprachen wie XML (eXtensible Markup Language) oder SGML (Standard Generalized Markup Language) Daten strukturiert erfasst und weitergegeben werden.

Die "mumasy"-Projektgruppe unter Leitung des Fraunhofer IPA hat dafür ein Nutzungswerkzeug konzipiert und prototypisch umgesetzt. Die XML-Dateien werden über einen Internetserver aufbereitet und generisch einem anfragenden Client zur Darstellung übergeben. Die Anzeige der Technischen Dokumentation erfolgt in einem Internetbrowser. Neben Navigationsbäumen und unterschiedlichen Sichten auf die Struktur - so kann man beispielsweise zwischen Funktions- oder Aufbausicht wechseln - steht dem Benutzer eine umfangreiche Suchmöglichkeit im Datenbestand von "mumasy" zur Verfügung.

Einfache Navigation und multimediale Darstellung der Inhalte sowie die Integration in die Maschine sind wichtige Voraussetzungen für eine Nutzung der Technischen Dokumentation direkt an der Maschine." Dies soll in Zukunft den Maschinenbedienern sowie dem Instandhaltungs- und Service-Personal das Leben leichter machen", sagt Jürgen Mauch vom Fraunhofer IPA. So war eine Aufgabe des "mumasy"-Teams, die Dokumentation benutzerspezifisch aufzubereiten und dem Bedien- bzw. Instandhaltungspersonal aufgabenorientiert bereitzustellen. Ist das Dokumentationssystem an die Maschinensteuerung angebunden, erhält das Personal beispielsweise direkte Empfehlungen für den Störfall. Alle eingeleiteten Maßnahmen können direkt protokolliert und in den Datenbestand von "mumasy" aufgenommen werden.

Die "mumasy"-Projektpartner:
APS GmbH, Aachen, INA COI GmbH, Herzogenaurach, Dorst GmbH & Co., Kochel am See, Eigner+Partner AG, Karlsruhe, Homag Maschinenbau AG, Schopfloch, KUKA Roboter GmbH, Augsburg, Liebherr GmbH, Biberach/Riß, Schuler Pressen GmbH & Co. KG, Göppingen, Joseph Vögele AG, Mannheim, Wirtgen GmbH, Windhagen, VDMA-Gesellschaft für Forschung und Innovation mbH, Frankfurt am Main, Fraunhofer ISI, Karlsruhe, Fraunhofer IPA, Stuttgart, FISW Steuerungstechnik GmbH, Stuttgart, Serco GmbH & Co. KG, Bonn

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. Jürgen Mauch, Telefon: 0711/970-1991, Telefax: 0711/970-1926, E-Mail: jcm@ipa.fhg.de

VDMA-Gesellschaft für Forschung und Innovation (VFI) mbh, Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt/Main
Dr.-Ing. Beate Stahl, Telefon: 069/6603-1295, Telefax: 069/6603-1673, E-Mail: beate.stahl@vdma.org

Weitere Informationen:


Dipl.-Theol. Jörg Walz, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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