Hilfe: Sie befinden sich auf...

Max-Planck-Institut für Informatik, 08.03.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Max-Planck-Institut für Informatik, 08.03.07

korrigierte Version: Ein Röntgenblick durch Kleidungsstücke - Bewegungsanalyse bekleideter Personen aus Videodaten

Verfolgung der Bewegung im Aussenbreich.
Bodo Rosenhahn

Die verfolgte Person mit anderen Röcken reanimiert
Bodo Rosenhahn

Mit Motion Capture bezeichnet man die Aufnahme menschlicher Bewegungen und deren Analyse. Anwendungsbeispiele findet man in der Medizin, um orthopädische Krankheiten zu diagnostizieren oder den Heilungsverlauf zu dokumentieren, in der Sportwissenschaft, um die Leistung von professionellen Sportlern zu verbessern oder in der Filmindustrie um Avatare zu animieren. Zurzeit werden dabei meistens sogenannte markerbasierte Verfahren verwendet, d.h. an eine Person werden (reflektierende) Marker angebracht, die in speziellen Aufnahmevorrichtungen (z.B. unter Stroboskoplicht) in Kameras verfolgt werden.

Für viele Anwendungen z.B. im Außenbereich, im Schwimmbad oder bei hochdynamischen Szenen sind solche Marken ungeeignet, zumal sich (gerade ältere) Patienten mit künstlichen Marken unwohl fühlen und bei Aufzeichnungen kein natürliches Bewegungsmuster zeigen. Die markerfreie Verfolgung von Personen in Bildsequenzen ist ein aktuelles und attraktives Forschungsgebiet welches am Max-Planck Institut für Informatik in einer Reihe von offenen Problemstellungen erforscht wird. In diesem Projekt werden zunächst Personen in einem Laser-Scanner rekonstruiert. In das rekonstruierte Modell wird ein virtuelles Skelett mit Gelenken eingebaut, so dass dieses animiert werden kann. Eine Person wird dann von verschiedenen synchronisierten Kameras beobachtet. Um das Modell an die Bilddaten anzupassen wird zunächst das Bild segmentiert. Segmentierung des Bildes durch Evolution einer Levelsetfunktion.
Hierzu werden sogenannte Levelsetfunktionen eingesetzt, die mit einem 3D-Shape Prior versehen werden. Anschließend wird die Oberfläche an die Bild-Konturen mittels eines Registrierungsverfahren angepasst. In einer Reihe von Experimenten konnte gezeigt werden, das unser markerfreies Motion Capture System die gleiche Fehlertoleranz aufweist wie markerbasierte Verfahren. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit auch Personen im Außenbereich zu verfolgen.

Bewegungsanalyse bekleideter Personen
Das bisherige Verfahren erfordert, dass die Person enge Ganzkörperanzüge trägt um die Körperkonturen möglichst gut an Bilddaten anzupassen. Dies ist ungünstig, da bei der Analyse von Sportbewegungen (z.B. Fußballspieler) Trikots getragen werden, oder sich ältere Personen in Ganzkörperanzügen genauso unwohl fühlen wie mit angebrachten Markern. Aus diesem Grunde wird in einem der Forschungsprojekte eine Kleidungssimulation in den Optimierungsprozess integriert, um durch die Erscheinung der Kleidung und die sichtbaren Teile des Körpers auf die verdeckten Bereiche zurückschließen zu können.

Dabei werden sowohl geometrische Kleidungssimulationen eingesetzt, als auch physikalische (über Mass-spring-Modelle). In dem Optimierungsverfahren ist es dadurch möglich auf die Konfiguration der Gelenke zurück zu schließen um quasi durch die Kleidung zu sehen.

Pressefotos:
Auf der Webseite http://www.mpi-inf.mpg.de/~weins/CeBIT2007/Bewegung finden Sie Photos über den Röntgenblick durch Kleidungsstucke zum kostenlosen Download.

Weitere Informationen:


Dr. Christel Weins, Max-Planck-Institut für Informatik
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Rechtzeitig informiert! 
 Der klügere Roboter gibt nach