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Universität Karlsruhe (TH) -..., 09.07.01

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Universität Karlsruhe (TH) -..., 09.07.01

Karlsruher Informatiker Vizeweltmeister

Die Gruppe aus dem Institut für Rechnerentwurf und Fehlertoleranz am Stand in Washington (v. l. n. r.: Fridtjof Feldbusch, Georg Dummer, Manuel Odendahl, Gerhard Bocksch, Alexander Paar, Ivan Ivanov). Foto: IEEE

Nr. 65/ 9.7.2001/ele

Preis für revolutionäre Idee: eine geräteunabhängige Fernbedienung

Karlsruher Informatiker Vizeweltmeister

Die Karlsruher Informatikstudenten Gerhard Bocksch, Georg Dummer, Ivan Ivanov, Manuel Odendahl und Alexander Paar sowie ihr Betreuer Dr. Fridtjof Feldbusch haben bei den World Finals des internationalen Wettbewerbs der IEEE Computer Society in Washington D.C. den zweiten Platz belegt. Der damit verbundene Preis ist mit 18.000 US-Dollar dotiert - davon gehen 10.000 an die Studenten und 8.000 an das Institut für Rechnerentwurf und Fehlertoleranz. "Überzeugend und praxisnah", so lobte die internationale Jury, sei die Arbeit der Karlsruher Studenten: eine Fernbedienung unter anderem für Stereoanlagen, Videorecorder, Haustüren und Getränkeautomaten. Die Fernbedienungssoftware funktioniert auf Handys, Personal Organizern und Smart Phones. Das heißt: Eine spezielle Fernbedienung ist nicht mehr nötig. Die Firma Intel sprach der Gruppe bereits eine Einladung zu ihrem Firmensitz nach Kalifornien aus.


Die IEEE Computer Society ist die weltweit größte und traditionsreichste Vereinigung von Computerspezialisten. Jährlich schreibt sie einen Wettbewerb für Informatikstudenten zur Entwicklung von Computer-Anwendungen aus. Dieses Jahr lautete das Thema: "Entwicklung einer Bluetooth Anwendung". Bluetooth ist ein neuer Funkstandard, der elektronische Kleingeräte und Computer über Kurzstreckenfunk miteinander kommunizieren lässt. Die ausgezeichnete Idee der Karlsruher Delegation bestand in der Entwicklung einer Sprache (eines Protokolls), mit der sich diese Kleingeräte miteinander unterhalten können.

Kommt der Benutzer etwa mit seinem Organizer in einen Raum, so wird automatisch erfragt, welche Geräte hier zur Verfügung stehen. Diese werden auf dem grafischen Display angezeigt. Wählt man eines der Geräte aus, so geschieht etwas völlig Neues: Das Gerät sendet seine grafische Benutzeroberfläche an die Fernbedienung. Auf Anfrage können so auch Hilfestellungen und Bedienungsanleitungen gesendet werden. "Aber die wird man wohl kaum noch brauchen", meint Dr. Feldbusch, da die Benutzung von der zugrunde liegenden Technik unabhängig sei. Will man beispielsweise einen Film auf Video aufnehmen, so reicht es, sich eine Liste von demnächst gesendeten Filmen auf die Fernbedienung zu holen und den Film für die Aufnahme zu markieren. Den Rest erledigen Fernseher, Satellitenempfänger und Videorekorder gemeinsam.


"Wir können natürlich nicht voraussetzen, dass alle Geräte gleich mit Bluetooth ausgestattet werden" erklärt Alexander Paar, "daher entwickelten wir einen Umsetzer von Bluetooth nach Infrarot". So werden auch ältere Geräte in das neue Bedienungskonzept eingebunden. Manuel Odendahl ergänzt: "All diese Geräte lassen sich mit unserem Konzept sogar über das Internet bedienen." Die Benutzeroberfläche lässt sich auch über das World Wide Web an das fernbedienende Gerät verschicken. Damit dies nicht auch fremde, unberechtigte Benutzer tun, gibt es einen Schlüsselcode zur Sicherheit.


Weitere Informationen im Internet:

http://computer.org/CSIDC/CSIDC2001Winners.htm






Diese Presseinformation ist im Internet unter folgender Adresse abrufbar:
http://www.uni-karlsruhe.de/...presse/Pressestelle/pi065.html

Weitere Informationen:


Dr. Elisabeth Zuber-Knost, Universität Karlsruhe (TH) - Forschungsuniversität.gegründet 1825
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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