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Siemens AG, 22.03.05

Joggen mit Handy - und immer exakt im Takt

Jogger könnten künftig exakt im Takt ihrer Lieblingsmusik laufen. Siemens hat eine Software für Musik-Player entwickelt, die den Takt beliebig ändert und an die Schrittfrequenz anpasst, ohne dabei die Tonhöhe des Musikstücks zu beeinflussen. Ein MP3-Player im Handy wird dadurch zum individuellen Trainer und mit weiteren Features sogar zum Motivator. Auf der CeBIT in Hannover testeten Besucher die Software auf einem Laufband. Die Ergebnisse liefern nun die Entscheidungsgrundlage für eine eventuelle Weiterentwicklung zu einem Produkt.
MP3-Player sind ideale Begleiter zum Walken oder Laufen, weil sie im Gegensatz zu tragbaren CD- oder Cassettenspielern so gut wie unempfindlich für Erschütterungen sind. Viele Handys haben heute einen MP3-Player, der Musik vom internen Speicher oder einer externen Speicherkarte abspielen kann. Beim Joggen mit Musik kann es aber störend sein, wenn der Takt und die Schrittfrequenz auseinanderklaffen.
Die Entwicklung der Forscher von Siemens Communications in Bocholt besteht aus der neuen Software in Verbindung mit einem Schrittzähler. Das Gerät ist so groß wie eine Streichholzschachtel und wird an der Hüfte getragen. Die Informationen über den Laufstil werden via Bluetooth an das Handy übermittelt. Auf dem Display ist dann die Schrittfrequenz sichtbar. In Verbindung mit der Schrittweite zeigt die Software zusätzlich die Geschwindigkeit wie auf einem Tachometer an und berechnet den Kalorienverbrauch. Bei der gerade laufenden MP3-Musik erkennt die Software den Takt und passt ihn an die Schrittfrequenz an. Dabei verändert sich lediglich die Abspielgeschwindigkeit, nicht aber die Frequenz der Töne.
Profis bietet die Software weitere Möglichkeiten: Über das Handy können sie eine Trainingsfrequenz vorgeben, an die die Musik dann angepasst wird. Mehr Abwechslung bringen vorgegebene Laufprofile, bei denen der Takt abwechselnd schneller und wieder langsamer wird. Wenn das Handy an einen PC angeschlossen ist, kann der Anwender diese Profile auch selbst eingeben und damit beispielsweise Steigerungsläufe mit Erholungsphasen programmieren. Zur Motivation können in die Musik Anfeuerungsrufe oder Zuschauerapplaus eingeblendet werden - etwa beim Erreichen bestimmter Zeit- oder Kilometermarken, die ebenfalls frei programmierbar sind.
Foto: http://www.siemens.com/com-bilder/socom200514

Weitere Informationen:


Dr. Norbert Aschenbrenner, Siemens AG
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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