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Fraunhofer-Gesellschaft, 29.08.06

Gründung des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse und Informationssysteme IAIS

Der Institutsleiter und designierte geschäftsführende Direktor Prof. Dr. Stefan Wrobel links - der geschäftsführende Direktor Prof. Dr. Thomas Christaller rechts

Sankt Augustin, 29. August 2006: Die drei Institutsleiter stellen das neue Fraunhofer IAIS am Institutszentrum Birlinghoven in Sankt Augustin der versammelten Presse vor: Prof. Dr. Stefan Wrobel (links), Prof. Dr. Thomas Christaller (geschäftsführend, mitte), Prof. Dr. Dr. Martin Reiser (rechts)

Unser digital gespeichertes Wissen, ob Zahlen, Texte oder Audio- und Video-Daten, wächst jedes Jahr um 90 Prozent. Der Nutzer sieht sich damit vor eine nicht zu bewältigende Aufgabe gestellt. Die am Markt angebotenen Systeme liefern dem Anwender, der nach relevanten Informationen sucht, nur unzureichende Ergebnisse. Im globalisierten Wettbewerb jedoch wird für Unternehmen und Volkswirtschaften gerade die effiziente Nutzung des in der Datenflut enthaltenen Wissens entscheidend sein.

"Daraus erwächst ein Bedarf an Systemen, die aus dieser Datenmenge nutzbares, verständliches Wissen und kompakte Modelle erzeugen - um die Entscheidungen und das Handeln von Menschen aber auch seiner autonomen Agenten, sei es ein selbstlernender Email-Filter oder ein Service-Roboter, zu unterstützen und zu optimieren," so Professor Stefan Wrobel, einer der Direktoren des IAIS, zum künftigen Leitbild des neuen Instituts.

Unter der Leitung der Professoren Thomas Christaller (Geschäftsführer) sowie Martin Reiser und Stefan Wrobel wollen rund 250 Mitarbeiter, darunter viele namhafte Wissenschaftler aus den Ingenieurdisziplinen, vor allem der Informatik, aus Naturwissenschaften, Geowissenschaft, Betriebs- und Sozialwissenschaften, Akzente setzen für die zentralen Anforderungen der Informations- und Kommunikationswelt von Morgen:

- Die ubiquitäre Verbreitung und Vernetzung informationsverarbeitender Systeme, von mobilen Handys und digitalen Assistenten bis embedded systems als Datenmanager in jedem Haushaltsgerät

- Die Bereitstellung relevanten Wissens durch das automatische Erschließen von Texten und audiovisuellen Dateien in großen Archiven

- Die Entwicklung autonomer und lernender Agenten, die selbstständig Umweltdaten wahrnehmen, auswerten und entsprechend handeln

- Das Visualisieren und automatische Erschließen von raumbezogenen Daten

- Das modellhafte Simulieren von Geschäftsprozessen.

In 10 Geschäftsfeldern bedient das neue Institut mit einem jährlichen Forschungsbudget von rund 17 Millionen Euro derzeit vor allem die Bedarfe von Branchen wie Handel, Banken, Versicherungen, Medien, Marktforschung, Werbung, Netzorientierte Versorger (Energie, Telekommunikation), Sicherheit (Überwachung, Rettung, Verteidigung) oder des Ausbildungsmarktes für mechatronische Berufe.

Weitere Informationen:


Ute Schütz, Fraunhofer IAIS, Abt, Fraunhofer-Gesellschaft
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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