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Wissenschaftliche Abteilung, Französische..., 27.01.03

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Wissenschaftliche Abteilung, Französische..., 27.01.03

Ein elektronischer Blindenstock

René Farcy, Physiker am französischen Forschungszentrum CNRS, hat 8 Jahre lang an einem elektronischen Blindenstock geforscht. Jetzt sind die ersten Prototypen einsatzfähig. Es handelt sich dabei um einen ganz normalen Blindenstock, der mit einem elektronischen Gerät und Kopfhörern gekoppelt wird.
Das Gerät, das nicht größer als eine Fernbedienung ist, emittiert einen Laserstrahl, mit dem die umliegende Gegend erforscht wird. Es wurden bereits zwei verschiedene Modelle entwickelt. " Tom Pouce " ertastet Hindernisse in einem Radius von 4 Metern und gibt die Informationen per Vibrationen wieder. " Tététact " erkennt den Raum bis zu einer Entfernung von 15 Metern wesentlich präziser und kann sogar Profile und Formen " sehen ". Die Informationen werden dem Benutzer per Ton übermittelt, unter anderem durch die Frequenz. Je höher der Ton, desto näher befindet sich ein Objekt. Es ist vorgesehen, diese beiden Modelle in einem einzigen Apparat zu integrieren.
Eine 40-stündige Ausbildung ist notwendig, um die Signale der beiden elektronischen Blindenstöcke korrekt zu identifizieren und die Informationen für die Orientierung und die Fortbewegung dann in die Praxis umzusetzen.
In Frankreich wird die Zahl der Blinden, die die notwendigen Fähigkeiten besitzen, um diesen elektronischen Stock zu nutzen, auf 6000 bis 10000 geschätzt (die Zahl der Blinden, die sich bewegen können, beträgt 50000).
Die bisherigen Benutzer sind mit dieser elektronischen Hilfe sehr zufrieden. Sie bietet jetzt Blinden die Möglichkeit, sich an einem Ort, der sich oft verändert oder an dem keine großen Anhaltspunkte vorhanden sind, zurechtzufinden.

Kontakt: René Farcy (CNRS/LIMSI)
Email: rene.farcy@lac.u-psud.fr
Tel.: +33 1 69 35 20 86

Diesen Artikel finden Sie in "Wissenschaft-Frankreich" wieder, einem elektronischen Bulletin über die französische wissenschaftliche Aktualität in deutscher Sprache.
Kostenloses Abonnement per Email : sciencetech@botschaft-frankreich.de mit dem Vermerk " Wissenschaft-Frankreich ".
Die Wissenschaftsabteilung der französischen Botschaft in Deutschland setzt sich für die Förderung der bilateralen Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland im Bereich Forschung und Entwicklung ein. Sie arbeitet an einer Verbesserung des Austausches von Informationen zwischen beiden Ländern über die Forschungseinrichtungen, Universitäten, die private Forschung und informiert über die wissenschaftliche Aktualität beider Länder.

Weitere Informationen:


Laurent Marceron, Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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