Hilfe: Sie befinden sich auf...

Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), 21.10.02

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), 21.10.02

Dunkles Licht und grelle Muster

In seiner neusten Ausgabe berichtet das New Journal of Physics über das komplexe Farbenspiel von Weißlicht-Interferenzen.

Das Phänomen ist für Wellen typisch: Interferenz. Wenn sich Wellen begegnen, schaukeln sie sich gegenseitig auf oder schwächen sich ab - je nach Phasenunterschied. Dort wo Wellenberge - beziehungsweise Wellentäler - aufeinander treffen, nimmt die Intensität der Welle zu. So können bei stürmischem Seegang verschiedene kleine Wellen zu einem wahren Wassergebirge heranwachsen. Andererseits, wenn ein Wellenberg auf ein Wellental trifft, dann löschen sie sich gegenseitig aus. Auf dem Meer ist das Ergebnis ruhige See, beim Lärmschutz kursiert dieser Effekt unter dem Stichwort "Gegenschall".

Als elektromagnetische Welle kann sich auch das Licht der Interferenz nicht entziehen. Ein so genanntes Beugungsgitter im Strahlengang eines Lasers wirft auf eine Leinwand eigentümliche Schatten: Das Hindernis erzeugt auf dem Schirm eine Abfolge heller und dunkler Flecken. Hell ist es dort, wo Wellenzüge konstruktiv interferieren - dunkel an jenen Stellen, an denen sich alle Wellenzüge gegenseitig auslöschen. Bei weißem Licht, das - anders als ein Laser - ein ganzes Wellenlängenspektrum umfasst, wird auf dem Schirm ein buntes Muster sichtbar. Der britische Physiker Professor Sir Michael Berry (University of Bristol) hat das komplexe Farbenspiel mit noch nie da gewesener Präzision unter die Lupe genommen. In der schummrigen Umgebung so genannter Phasensingularitäten - jene finsteren Regionen, in denen sich alle Komponenten des elektromagnetischen Feldes gegenseitig aufheben, also: destruktiv interferieren - ist er auf ein buntes Treiben mit einer universellen Signatur gestoßen. Die Ergebnisse seiner Computersimulationen präsentiert er in der aktuellen Ausgabe des New Journal of Physics ("Exploring the colours of dark light", NJP 4 (2002) 74).

Die Fachzeitschrift New Journal of Physics ist die gemeinsame Internet-Zeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und ihrer britischen Schwestergesellschaft, Institute of Physics (IOP). Alle Artikel stehen online (www.njp.org) kostenfrei zur Verfügung.

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V. ist die älteste und mit über 45.000 Mitgliedern die größte physikalische Fachgesellschaft weltweit. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert den Erfahrungsaustausch innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und widmet sich der Vermittlung von Physik in die Öffentlichkeit.

Weitere Informationen:


Dr. Marcus Neitzert, Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Kasseler Physiker erzeugen Elektron mit Doppelstruktur 
 Studenten in China nehmen live an Trierer Internet-Vorlesung teil