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FernUniversität in Hagen, 25.07.05

CampusSource-Entwickler trafen sich: Projekte bündeln ihre Ressourcen

Die Open-Source-Projekte der CampusSource-Börse haben sich zusammengeschlossen, um zentrale Funktionen eines E-Learning-Portals gemeinsam zu pflegen und weiterzuentwickeln. Zu einer Entwicklertagung trafen sich die Vertreter der Projekte jetzt in Reineberg.

CampusSource ist eine vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Open-Source-Initiative. CampusSource-Software ist in zahlreichen Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Weiterbildungsinstitutionen und Unternehmen im Einsatz. Zurzeit sind mehr als 3700 Anwender weltweit bei CampusSource registriert.

Jedes der Open-Source-Teams, die sich jetzt auf der CampusSource-Entwicklertagung trafen, hat bereits eine komplette E-Learning-Plattform oder ein Werkzeug entwickelt und unter über CampusSource lizenzkostenfrei zur Verfügung gestellt. Kaum ein Entwicklungsteam in Hochschulen und Unternehmen hat jedoch noch ausreichende Ressourcen, um ein komplettes Software-System für E-Learning allein weiterzuentwickeln, zu pflegen und zu managen. Dem stehen die Funktionsvielfalt und die Menge der zu berücksichtigenden Standards und Technologien entgegen.


Deshalb bündelt CampusSource nun die technischen Ressourcen der in seiner Börse vertretenen Systeme durch die so genannte CampusSource Engine. Diese stellt diejenigen Kernfunktionalitäten bereit, die alle Systeme benötigen, und darüber hinaus einen zusätzlichen "Werkzeugkoffer" an Funktionalitäten zur Verfügung.

Beides entwickeln die Open-Source-Entwickler aus unterschiedlichen CampusSource-Projekten gemeinsam weiter. Für die Anwender steigen damit der Komfort und die Funktionsauswahl, Weiterentwicklungs- und Pflegeaufwand sinken dagegen erheblich. Ziel ist, dass die Anwender sich aus einem Baukastensystem diejenigen Funktionalitäten für ihr E-Learning-Portal zusammenstellen können, welche für ihre individuellen Ansprüche notwendig sind.

Weiterhin soll ein "Werkzeugkoffer" zur Verfügung gestellt werden, der umfangreiche Funktionalitäten aus den bereits bestehenden Campus Source Systemen vorhält, wie beispielsweise
o Kommunikations-Werkzeuge (Chat, Forum),
o Kooperations-Werkzeuge (Filesharing, Bildergalerie),
o Lern-Werkzeuge (Lernmaterial-Pool, Notizen / Mitschriften, Lesezeichen-Funktionen),
o Lehr-Werkzeuge (Feedback Kursleistung, Aufgabenverteilung).

Für den Einsatz in Hochschulen soll dieses Kernsystem an die dort verwendeten HIS-Systeme zur Studierendenverwaltung angebunden werden, beispielsweise für die Verwaltung von Studienleistungen oder zentralen Benutzerdaten. Dadurch sinkt in den Hochschulen der Aufwand für die Integration in die eigene IT-Landschaft.

Die vierundzwanzig Open-Source-Entwickler, die am Workshop in Reineberg teilgenommen haben, waren sich darüber einig, dass die Vorteile von Open-Source-Software und offenen Standards - Transparenz, Unabhängigkeit und Flexibilität - zum Erfolg des eingeschlagenen Weges beitragen. Durch die Zusammenarbeit versprechen sich die Beteiligten Ressourcenschonung und mehr Effizienz beim Einsatz und Betrieb ihrer Systeme - sowie gegenseitige Unterstützung, wo spezielle Expertenkenntnisse gefragt sind.

Weitere Informationen:


Manfred Postel, CampusSource, FernUniversität in Hagen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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