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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 25.04.08

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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 25.04.08

Schlagworte

RoboCup, Roboter

Bonn-Freiburger Fußballroboter gewinnen German Open

Das Fußballroboter-Team NimbRo der Universitäten Bonn und Freiburg hat bei den RoboCup German Open 2008 die Wettbewerbe der Humanoid-Liga gewonnen. Im Finalspiel traf der amtierende Weltmeister am heutigen Freitag auf das Team FUmanoid aus Berlin, das bei der WM 2007 den dritten Platz belegt hatte. Die German Open wurden im Rahmen der Hannover Messe durchgeführt. Das NimbRo-Projekt wird hauptsächlich durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

Bilder vom Finale
(c) Professor Behnke


(c) Professor Behnke

"Als Vorjahressieger sind wir hier angetreten, um unseren Titel zu verteidigen", sagt Teamchef Professor Dr. Sven Behnke. "Dass uns das gelungen ist, freut uns riesig." In der Humanoid-Liga treten Roboter gegeneinander an, deren Aussehen dem Menschen nachempfunden ist. So bewegen sich die Spieler auf zwei Beinen fort - eine Fähigkeit, deren technische Umsetzung keineswegs trivial ist. "Durch kontinuierliche Forschungsarbeit haben wir das Laufverhalten unserer Roboter deutlich verbessern können", zeigt sich der Forscher vom Bonner Institut für Informatik erfreut. "Dadurch klappte auch das Zusammenspiel als Team besser."


Im Finalspiel war NimbRo den Berliner Robotern klar überlegen. Die NimbRo-Roboter spielten koordiniert und erzielten ein Tor nach dem anderen. Nach einem Halbzeitstand von 7:0 gab FUmanoid in der Mitte der zweiten Halbzeit bei einem Stand von 10:0 für NimbRo auf.

Seit 1997 werden von der RoboCup Federation internationale Wettbewerbe ausgerichtet. Langfristiges Ziel ist es, im Jahr 2050 gegen den FIFA-Weltmeister gewinnen zu können. "Momentan sind wir davon noch meilenweit entfernt", gibt Behnke zu. So sind die Spieler des Teams NimbRo maximal mit einer Geschwindigkeit von zwei Stundenkilometern auf dem Spielfeld unterwegs. Dennoch zeigen sie schon beachtliche Leistungen: Fallen sie beispielsweise nach einem kräftigen Rempler um, rappeln sie sich selbstständig wieder auf und spielen weiter. Auch die Schussbewegung ähnelt der ihrer menschlichen Vorbilder. "Es gibt viele Bereiche, in denen Maschinen inzwischen den Menschen übertreffen - man denke nur an Schach", sagt Professor Behnke. "Warum sollte das nicht langfristig auch beim Fußball möglich sein?"

Beim RoboCup-Fußball werden die Regeln jährlich angepasst, um den Schwierigkeitsgrad der Aufgabe zu erhöhen. In diesem Jahr fanden erstmals Spiele mit drei Robotern pro Team statt. Das Spielfeld wurde vergrößert und der Sichtbereich der Roboterkameras auf 180° beschränkt. Jedes Spiel dauerte 2x10 Minuten. In der Humanoid-Liga gibt es zwei Größenklassen, KidSize (kleiner als 60 Zentimeter) und TeenSize (größer als 100 Zentimeter). Die Teams der Universitäten Bonn und Freiburg sind in beiden Kategorien Weltmeister. In Hannover traten insgesamt sechs KidSize-Teams gegeneinander an, darunter eines aus Chile. Insgesamt beteiligten sich 46 Forschergruppen in acht RoboCup Senior Ligen. Im Nachwuchsbereich wetteiferten 100 RoboCupJunior-Teams.

Auch die technischen Wettbewerbe, die schon am Donnerstag stattfanden, konnten die Spieler aus Freiburg und Bonn für sich entscheiden. So lief Roboter Lothar mehr als doppelt so schnell durch einen Hindernisparcour wie der zweitplatzierte Wettbewerber. Auch beim Slalom-Dribbeln konnte Lothar punkten.

Die nächste Weltmeisterschaft findet im Juli 2008 in Suzhou (China) statt - die Chancen stehen nicht schlecht, dass im EM-Jahr ein deutsches Team Fußball-Weltmeister wird.

Die Webseite des Bonner Teams mit Bildern und Spielberichten findet sich unter http://www.nimbro.net

Kontakt:
Professor Dr. Sven Behnke
Institut für Informatik VI:
Intelligente Systeme Universität Bonn
Telefon: 0176/240 64862 oder 0228/73-4422
E-Mail:
behnke@cs.uni-bonn.de
http://www.is.uni-bonn.de/behnke

Weitere Informationen:


Frank Luerweg, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Roboter sind stationäre oder mobile Maschinen, die nach einem bestimmten Programm festgelegte Aufgaben erfüllen. Allerdings hat sich die Bedeutung im Laufe der Zeit gewandelt. Der Begriff Roboter (tschechisch: robot) wurde von Josef und Karel Čapek Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Science-Fiction-Literatur geprägt. Sein Ursprung liegt im slawischen Wort robota, welches mit Arbeit, Fronarbeit oder Zwangsarbeit übersetzt werden kann. 1921 beschrieb Karel Čapek in seinem Theaterstück R.U.R. in Tanks gezüchtete menschenähnliche künstliche Arbeiter. Mit seinem Werk greift Čapek das klassische Motiv des Golems auf. Heute würde man Čapeks Kunstgeschöpfe als Androiden bezeichnen. Vor der Prägung dieses Begriffes wurden Roboter zum Beispiel in den Werken von Stanisław Lem als Automaten oder Halbautomaten bezeichnet. Wikipedia


 

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