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Universität Rostock, 29.06.06

Beginn des Forschungsprojektes "Regeneration von Knochen"

Mecklenburg-Vorpommern besitzt auf dem Gebiet der Biotechnologie und Medizintechnik ein hohes Potential. Das kommt z.B. durch die Forschungsschwerpunkte an den Universitäten und Fachhochschulen und den BioConValley - Verbund zum Ausdruck. Auf dem Gebiet der regene-rativen Medizin ist in der Region bereits eine erfolgversprechende kritische Masse erreicht.
Gegenstand des Verbundes, an dem Einrichtungen der Universitäten Rostock und Greifswald und die ARTOSS GmbH, ein regionales Unternehmen, beteiligt sind, ist die Unterstützung der Regeneration von Knochen. Schon relativ kleine Knochendefekte, die in Folge von Unfällen, Tumoroperationen oder Entzündungen (insbesondere auch im Kieferbereich durch Entzündung der Zahnwurzel) entstehen, werden durch Bindegewebe eingekapselt, womit keine Rehabilitation mehr möglich ist. Die Regeneration des Knochendefektes muss z.B. durch Knochenersatz- bzw. -aufbaumaterialien unterstützt werden.
Die Entwicklung einer neuen Klasse von nanostrukturierten Biomaterialien mit dem Ziel, die biologische Regeneration des eigenen Knochengewebes bzw. - segments zu stimulieren und die Entwicklung von OP-Techniken, welche die Vorteile der neuen Biomaterialien umfänglich nut-zen, steht im Focus des Vorhabens.
Der Schlüssel zum Erfolg des Vorhabens liegt zum einen in einem neuen nanostrukturierten Biomaterial, das die körpereigenen Proteine des Patienten aufnimmt und damit von den Zellen nicht als Fremdkörper identifiziert wird, sondern in die natürlichen Prozesse der Knochenumbil-dung (remodelling) einbezogen wird. Die ersten Produkte auf der Basis des neuen Knochener-satzmaterials werden seit Januar 2005 als Granulate unter dem Handelsnamen NanoBone® von der ARTOSS GmbH produziert und vermarktet.
Ziel des Vorhabens ist es in enger Zusammenarbeit von Materialforschung und klinischen An-wendern (Kieferchirurgie, Unfallchirurgie und Neurochirurgie) die Entwicklungen weiter voran zu treiben, wobei immer Produkte im Vordergrund stehen werden, die in relativ kurzer Zeit in eine Serienfertigung überführt werden können und durch die ARTOSS GmbH auf den Markt gebracht werden sollen.
Das erste wissenschaftliche Meeting der Partner findet am 03. Juli 2006 um 14.00 Uhr in der Aula im Universitätshauptgebäude statt.
Ansprechpartner:
Universität Rostock: Prof. Dr. Thomas Gerber, Tel.: 0381/498 6840, email: gerber@physik1.uni-rostock.de
Universität Greifswald: Prof. Dr. Tomasz Gedrange, Tel.: 03834/86 7157, email: gedran-ge@web.de
ARTOSS GmbH: Dr. Walter Gerike, Tel.: 0381/54345 701, email: gerike@artoss.com


Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz, Universität Rostock
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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