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Private Universität Witten/Herdecke gGmbH, 30.01.04

Asthma: Ärzte-Leitlinie soll die Versorgung verbessern

Universität Witten/Herdecke publiziert neue Leitlinie im Internet

Deutschland im qualitativen Mittelfeld bei der Versorgung von Asthmapatienten? Glaubt man dem Sachverständigenrat für das Gesundheitswesen, so ist im internationalen Vergleich einiges aufzuholen. Erhöhte Mortalität, unzureichende Beratung zur Allergenvermeidung, hoher Verbrauch an schnellwirksamen Bronchodilatatoren bei unzureichender Nutzung der vorbeugenden Pharmaka - einige Beispiele, die auf Versorgungslücken hinweisen sollen.

Wie können Diagnostik, Therapie und Patientenmanagement bei dieser chronischen Atemwegserkrankung verbessert werden? Das Ärzteteam des Wissensnetzwerkes evidence.de der Universität Witten/Herdecke versucht, in seiner neuesten Ärzte-Leitlinie die Antwort zu geben: In 12 Kapiteln werden evidenzbasierte Empfehlungen, möglichst auf Grundlage von aktuellen Studien und Metaanalysen, im Internet publiziert. Ausgangsbasis bei der Leitlinienerstellung war die Asthma-Leitlinie des Scottish Intercollegiate Guidelines Network (SIGN); eine der renommiertesten und detailliertesten Leitlinien weltweit.
In bewährter Art verweisen kurzgefasste Algorithmen auf die ausführlichen Texte mit Angaben der Evidenzklassen und Empfehlungsstärken. Auch Themen wie Asthma bei Schwangeren und Kindern oder die Notfallbehandlung werden beschrieben.
Neben den Fach- und Hausärzten der Universität, die als Experten das evidence-Team unterstützten, wurden auch Patienten aus den regionalen Selbsthilfegruppen einbezogen. Sie gaben wertvolle Hinweise bei der Erstellung der zugehörigen Patientenleitlinie.

Was sind nun die Kernaussagen dieser Leitlinie? Leitlinienautor und Internist Nik Koneczny: "Die hochtechnisierten Untersuchungsverfahren und die modernsten Produkte der Arzneimittelhersteller, über die man hierzulande verfügt, sind wertvoll in der Patientenversorgung. Aber sie können die beschriebenen Versorgungsdefizite nicht ausgleichen. Dazu bedarf es vielmehr einer konsequenteren Umsetzung der vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Praxis."

Frühzeitige, exakte Diagnosestellung, gezielte Prävention bei Risikofamilien, stadiengerechte und evidenzbasierte Therapie und Förderung der Patientenautonomie - das sind zentralen Themen, die die Leitlinienautoren mit ihrer Publikation verbessern wollen. Ob dieses Ziel erreicht wird, können Sie jetzt nachprüfen unter www.evidence.de.

Kontakt: Nik Koneczny,
Tel: 02302/926-741, E-mail: info@evidence.de

Weitere Informationen:


Dr. Olaf Kaltenborn, Private Universität Witten/Herdecke gGmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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