Hilfe: Sie befinden sich auf...

Klaus Tschira Stiftung gGmbH, 28.06.99

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Klaus Tschira Stiftung gGmbH, 28.06.99

Alltagsdeutsch statt Fachchinesisch

Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft 1999 geht an sechs junge Wissenschaftler, die es geschafft haben, ihre eigene Forschung anschaulich zu beschreiben

S P E R R F R I S T: 1. Juli, 17 Uhr

Presse-Information
28. Juni 1999

Alltagsdeutsch statt Fachchinesisch

Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft 1999 geht an sechs junge Wissenschaftler, die es geschafft haben, ihre eigene Forschung anschaulich zu beschreiben

Nicht einmal ein Fünftel des Bauschutts, der beim Abbruch von Gebäuden anfällt, wird heute wiederverwertet. Das meiste landet in Deponien. Der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Frank Schultmann hat jetzt in seiner Doktorarbeit an der Universität Karlsruhe (TH) neue Konzepte für die Demontage und das Recycling von Gebäuden erarbeitet, die auf einer Kreislaufwirtschaft der Baumaterialien aufbauen. Aber nicht nur das: Frank Schultmann hat die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit und ihre Bedeutung für die Gesell-schaft in seiner Dissertation verständlich geschildert. Kompliziertes in einfachen Worten sagen - für die erfolgreiche Bewältigung dieser Aufgabe kann Frank Schultmann, ebenso wie fünf andere junge Wissenschaftler der Universität Karlsruhe, am 1. Juli 1999, um 17 Uhr den Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft 1999 entgegennehmen.


Die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg vergibt zum dritten Mal diesen Preis für Nachwuchswissenschaftler, die sich besonders darum bemüht haben, die Er-gebnisse ihrer herausragenden Forschung und deren Bedeutung anschaulich zu be-schreiben. Insgesamt ist der Preis mit maximal 50 000 Mark dotiert. Zur Preisverleihung im Forschungszentrum Umwelt (FZU) der Universität Karlsruhe, Adenauerring 20, ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Der Presse stehen sowohl der Stifter als auch die Preisträger ab 16 Uhr für Interviews zur Verfügung.

"Naturwissenschaftler und Ingenieure sollten ein Gefühl dafür entwickeln, was ein tech-nischer Laie gerade noch versteht, sich dann bemühen, zu erklären, was ihnen selbst am Herzen liegt und letztlich beharrlich an Formulierungen feilen, bis diese stimmen,"

wünscht sich der Physiker und Mitgründer des Software-Unternehmens SAP AG, Klaus Tschira. Der Preis für verständliche Wissenschaft ist ausgeschrieben für Dissertationen in Mathematik, Physik, Biologie Informatik sowie Wirtschaftswissenschaften an der Uni-versität Karlsruhe. "Vor allem in diesen Fächern ist die Förderung der verständlichen Wissenschaft notwendig, da die Öffentlichkeit den wissenschaftlichen Inhalten bislang besonders verständnislos gegenübersteht", erklärt Tschira.

Wie die rauhe Erdoberfläche Strömungsverhältnisse und damit letztlich das Wetter be-einflußt, hat der Physiker Dr. Michael Baldauf mit einem von ihm neu entwickelten Ver-fahren berechnet. Thomas Ritter von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften hat in seiner Doktorarbeit gezeigt, wie Unternehmen ihre Technologie-Netzwerke besser ma-nagen können. Mit Fragen der Sicherheit bei neuen Telekommunikationsdiensten, wie Teleshopping, Telebanking oder Teleworking, hat sich der Informatiker Dr. Günter Schäfer befaßt. Er entwickelte einen leistungsfähigen Dienst, der die Zugangsberechtigung von Nutzern prüft.

Sowohl Frank Schultmann als auch Michael Baldauf, Thomas Ritter und Günter Schäfer erhalten den Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft in der vollen Höhe von 10 000 Mark. Mit je 5 000 Mark wurden der Informatiker Karoly Santa ausgezeichnet sowie der Mathematiker Dr. Martin Brühl. Karoly Santas Doktorarbeit bietet umfangreiche Lösungsansätze für Probleme, die heute beim Einsatz von Mikro-Robotern auftreten. Martin Brühl entwickelte ein numerisches Verfahren für den verbesserten Einsatz eines neuen diagnostischen Verfahrens, der elektrischen Impedanz-Tomographie.

Der Jury für den Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft gehören an: Prof. emeritus Dr. Harro Heuser, Universität Karlsruhe (TH) (Vorsitzender); Dr. Heik Afheldt, Der Tagesspiegel, Berlin; Dr. Michael Weller, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg; Dr. h.c. Klaus Tschira, Klaus Tschira Stiftung, Heidelberg.

Die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung, Heidelberg (http://www.kts.villa-bosch.de), fördert die Wissenschaften und die internationale, wissenschaftliche Zusammenarbeit. Derzeit konzentriert sich die Stiftung auf die Unterstützung von Forschungsvorhaben aus den verschiedenen Bereichen der angewandten Informatik und angrenzender Gebiete. Ein weiteres wichtiges Förderziel ist die Verbesserung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Renate Ries, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Klaus Tschira Stiftung gGmbH
Villa Bosch, Schloß-Wolfsbrunnenweg 33, 69118 Heidelberg
Tel: +49-6221-533-214, Fax: +49-6221-533-198, renate.ries@kts.villa-bosch.de

Weitere Informationen:


Dipl.Biol. Renate Ries, Klaus Tschira Stiftung gGmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Nadelspitze als Umweltdetektiv 
 Space-Trabbi verglueht nach erfolgreicher Mission