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Leibniz Universität Hannover, 20.03.03

Zukunftsweisend und praktisch

Universität Hannover mit drei Forschungsneuheiten auf der Hannover Messe 2003

Ein optisches Mikromesssystem zur nicht invasiven Bestimmung des Sauerstoffgehalts im Blut, ein volldigitaler und umweltfreundlicher Audioverstärker, Piezoaktoren mit hydraulischer Übersetzung - mit diesen drei zukunftsweisenden und praktischen Exponaten ist die Universität Hannover auf der Hannover Messe 2003 vertreten. Die Hochschule präsentiert ihre industrieorientierten Produkte und Verfahren auf dem niedersächsischen Gemeinschaftsstand im 1. Stock der Halle 18 auf dem Stand O 03.


Mikrooptisches Blutsauerstoff-Analysesystem

Das neue mikrooptische Blutanalysesystem, das am Institut für Mess- und Regelungstechnik entwickelt wurde, ermöglicht es, die lokale Blutsauerstoffsättigung nicht invasiv zu bestimmen. Das Gerät besteht aus einer kleinen breitbandigen Lichtquelle, Lichtleitern, Einkopplungsoptik und einem miniaturisierten Mikrospektrometer. Das vom Gewebe remittierte Licht wird in seine spektralen Anteile zerlegt. Aus diesen wird mit neu entwickelten Algorithmen die lokale Blutsauerstoffsättigung und die relative Hämoglobinkonzentration bestimmt. Das Messgerät ist klein, mobil und robust. Dadurch bietet es bessere Diagnosemöglichkeiten als das klinische Standardverfahren. Die Anwendungsmöglichkeiten beschränken sich nicht nur auf die Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie die Überwachung lungen- und herzkranker Patienten. Das neue Analysesystem kann in Zukunft auch in der Farbmessung, Umweltanalytik oder Ölanalyse eingesetzt werden.

Institut für Mess- und Regelungstechnik, Prof. Dr.-Ing. Eduard Reithmeier, Ansprechpartner: Dr.-Ing. Ignaz Thiemann, Dipl.-Phys. Gerd Ehret, Tel.: 0511/762-3235, Fax: 0511/762-3234, E-Mail: ignaz.thiemann@imr.uni-hannover.de, gerd.ehret@imr.uni-hannover.de, Internet: www.imr.uni-hannover.de

Innovativer Audioverstärker - volldigital und umweltfreundlich

Das Institut für Theoretische Elektrotechnik und Hochfrequenztechnik hat ein neues Konzept für volldigitale Audioverstärker entwickelt, das eine der letzten Lücken des "digitalen Signalwegs" schließt: die digitale Leistungsverstärkung. Erstmals konnten zwei wesentliche Merkmale in einem Verstärker vereinigt werden: Zum einen benötigt der neue Audioverstärker nur wenig Energie und ist somit umweltfreundlich. Zum anderen sorgt ein innovatives, digitales Kodierungsverfahren für hohe Signalqualität. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich der innovative Audioverstärker für mobile Audiogeräte sowie Beschallungsanlagen mit hoher Leistung.

Institut für Theoretische Elektrotechnik und Hochfrequenztechnik
Fachgebiet Theoretische Elektrotechnik, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mathis, Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Martin Streitenberger, Tel.: 0511/762-3202; Fax: 0511/762-3204; E-Mail: streitenberger@tet.uni-hannover.de, Internet: www.tet.uni-hannover.de

Piezoaktoren mit hydraulischer Übersetzung

Wo schwere Hebelübersetzer zu groß und träge sind, beginnt der Anwendungsbereich des hydraulischen Übersetzers. Das vom Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen entwickelte Gerät ist nicht größer als vier gestapelte 2-Euro-Münzen und wiegt weniger als ein Gramm. Der hydraulische Übersetzer ist einerseits kompakt und robust, andererseits garantiert er eine hohe Steifigkeit. Durch diese Eigenschaften sowie die geringe Masse kann im Gegensatz zu den herkömmlichen Übersetzungsprinzipien eine hohe Dynamik erreicht werden. Denkbare Einsatzgebiete der Piezoaktoren mit hydraulischer Übersetzung sind alle Anwendungen, in denen hohe Dynamik mit Stellwegen im Millimeterbereich verlangt wird. Sie reichen von Hydraulikschaltventilen über Shaker zur Bestimmung der dynamischen Steifigkeit von mechanischen Strukturen bis hin zu Klemmmechanismen und Druckregeleinheiten.

Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena, Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Tino Götz, Tel.: 0511/762-5997, Fax.: 0511/762-19188, E-Mail: goetz@ifw.uni-hannover.de, Internet: www.ifw.uni-hannover.de


Dr. Stefanie Beier, Leibniz Universität Hannover
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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