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Laser Zentrum Hannover e.V., 20.10.00

Wo gelasert wird, da fallen keine Späne...

Die Anforderungen an die Bearbeitungsverfahren für Holz sind in der letzten Zeit immer weiter gestiegen, auch bezüglich der Laserbearbeitung von Holzwerkstoffen. Forschungsarbeiten am Laser Zentrum Hannover e.V. haben gezeigt, dass eine Anschwärzung von Schnittkanten wie auch eine Geruchsanhaftung durch die richtige Auswahl der Prozessparameter deutlich reduziert werden kann.

Wie beispielsweise das große Holzdach auf der EXPO 2000 in Hannover zeigt, nimmt die Bedeutung von Holzwerkstoffen in der letzten Zeit stetig zu. Parallel zu dieser Entwicklung steigen die Anforderungen an die Bearbeitungsverfahren für Holz.
Auch der Laser bietet für die Holzbearbeitung vielversprechende Lösungen. Typische Einsatzfelder sind Furniere für die Automobilindustrie, Möbel, Spielwaren sowie die Sperrholzbearbeitung für den Bau von Stanzformen.
Anwender befürchten jedoch häufig das Auftreten von geschwärzten Schnittkanten oder auch eine Geruchsanhaftung am Produkt infolge der Lasermaterialbearbeitung. Arbeiten am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) haben gezeigt, dass diese Begleiterscheinungen durch eine optimierte Prozessführung deutlich reduziert werden können.
Mit Hilfe anwendungsgerechter Prozessparameter kann beispielsweise bei 18 mm starkem Birkensperrholz die Wärmeeinflusszone auf maximal 70 Mikrometer reduziert werden. Weiterhin kann eine Geruchsanhaftung durch integrierte Absaugkonzepte deutlich verringert und die Emissionen durch einfache technische Maßnahmen vollständig erfasst werden. Dies bedeutet nicht nur eine Verbesserung der Produktqualität, sondern auch der Arbeitsplatzbedingungen.
Auch im Hinblick auf die Kosten bietet der Laser eine interessante Alternative. Für die Laserbearbeitung von Holzwerkstoffen mit Materialstärken bis zu 50 mm sind Laserstrahlleistungen von 1-2 kW als optimaler Kompromiss aus Prozessgeschwindigkeit und Betriebskosten einzustufen. Bei der Bearbeitung von Furnieren oder Holzverbundwerkstoffen bis einigen Millimetern Werkstoffdicke können Laseranlagen in der Leistungsklasse bis 500 W Einsatz finden. Diese zeichnen sich durch niedrigere Betriebskosten aus, da diese Systeme ohne permanente Gasversorgung arbeiten (Sealed-Off Laser). Die Bearbeitung von Holzfaserformteilen kann beispielsweise mit geringen Laserleistungen realisiert werden. Hier kann das Werkzeug Laser insbesondere durch Präzision neue Anwendungsfelder eröffnen.
Basierend auf den Entwicklungen in der Prozessanalytik und Sicherheitstechnik für das Werkzeug Laser kann dem Laserstrahlschneiden und dem lasergestützten Beschriften von Holzwerkstoffen ein hohes Anwendungspotenzial zugesprochen werden.

Für mehr Information:
Laser Zentrum Hannover e.V.
Herr Dipl.-Chem. Stefan Barcikowski
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-377
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: bk@lzh.de
http://www.lzh.de


Michael Botts, Laser Zentrum Hannover e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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