Hilfe: Sie befinden sich auf...

Siemens AG, 09.04.08

Ergänzend zum Artikel

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die Schlagworte zum Artikel klicken, um (andere) Artikel zu den jeweiligen Schlagworten anzuzeigen.
Auf der rechten Seite finden Sie ebenfalls Artikelinks und weitere Informationen zu den Schlagworten dieses Artikels.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Siemens AG, 09.04.08

Wasser oder Luft: Zellen erkennen Verschmutzung

Mit der Entwicklung von Zellsensoren sind Siemens Forscher auf dem Weg, Frühwarnsysteme für verschmutztes Wasser oder auch schlechte Luft zu entwickeln. Derzeit konzentriert sich ein Team von Siemens Corporate Technology (CT) in München und das Biotech-Unternehmen Bionas in Rostock auf die Entwicklung von ausgesuchten Zellkulturen auf Silizium-Chips. Zellsensoren sind dafür ideal, weil sie auf Veränderungen ähnlich wie ein lebender höherer Organismus mit einer Veränderung ihres Stoffwechsels reagieren. Der Chip als Signalumwandler kann diese Informationen sogleich in eine übergeordnete Prozesskontrolle einspeisen und Maßnahmen einleiten, um die gefährdete Wasserqualität wiederherzustellen.

In vielen Kläranlagen ist bis heute ein Forellenteich oder ein Test mit Wasserläufern der eindeutige Indikator, ob das Klärwerk einwandfrei arbeitet, oder ob der chemische Prozess Mängel aufweist. Die seit 2003 geltende Trinkwasserverordnung sieht vor, dass Grenzwerte und Anforderungen für das Trinkwasser sehr viel präziser eingehalten werden müssen als früher, damit zu keiner Zeit eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit besteht. Umso wichtiger ist ein Frühwarnsystem, das sehr schnell und unkompliziert eine Verschlechterung der Wasserqualität anzeigen kann und damit Gegenmaßnahmen möglich macht.
Die Forscher von CT arbeiten mit Hochdruck an der optimalen Aufbringung der Zellen auf den Silizium-Chip, denn die Zellen sollen etwa zwei Monate auf dem Chip leben und haften bleiben. Während dieser Zeit werden die Zellen mit einer flüssigen Nährlösung umspült, der kontinuierlich Wasserproben zugeleitet werden können. So kommen die Zellen ständig in Kontakt mit möglichen schädlichen Substanzen. Drei zelluläre Reaktionen werden von dem Silizium-Chip ausgewertet: die Atmung, der Stoffwechsel und die Formveränderung. Diese werden anschließend von drei unterschiedlichen Elektrodentypen ausgelesen. Besonders geeignet für Zellsensoren sind Leberzellen, die als Zelllinien von einer Zelldatenbank bezogen werden.
Das Einsatzgebiet der Zellsensoren soll eine breite Anwendung in der Umweltmesstechnik finden: Neben mangelnder Wasserqualität und schlechter Luft in klimatisierten Räumen gehören auch Gift- oder Gefahrstoffe in öffentlichen Einrichtungen zu den Einsatzgebieten. Schon recht konkret sind die Entwicklungen der Sensorenentwickler für die Gebäudetechniker rund um die Thematik "Green Building", in dem es um die möglichst umweltschonenden Reinigungsprozesse innerhalb von Großgebäuden geht.

Foto: http://www.siemens.com/ct-bilder/in20080401

Weitere Informationen:


Dr. Norbert Aschenbrenner, Siemens AG
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Entgleisung im Dienste der Wissenschaft 
 Studie: Potenzial von RFID in deutschen Unternehmen weitgehend ungenutzt

Klicken Sie auf die Schlagworte um weitere Links oder Infos dazu angezeigt zu bekommen
Weitere Artikel zu "Frühwarnsystem"

Wikipedia Logo
Ein Frühwarnsystem ist eine Einrichtung, die als Warnsystem aufkommende Gefahren frühzeitig erkennt und Gefährdete möglichst schnell darüber informiert. Es soll durch rechtzeitige und umfassende Reaktion helfen, Gefahren abzuwenden oder Folgeerscheinungen zu mildern. Wikipedia


 

Wikipedia Logo
Der Begriff Verschmutzung beschreibt Fremdstoffe in einer Stoffmenge oder die Beeinflussung einer bestimmten Situation durch Fremdeinwirkung. Eine Verschmutzung kann sowohl subjektiv unangenehm sein oder gar objektiv schädlich. Wikipedia


 
Weitere Artikel zu "Wasserqualität"

Wikipedia Logo
Anhand der Gewässergüteklasse wird der Belastungszustand von Fließgewässern mit organisch abbaubarem Material bemessen. Die vier Gewässergüteklassen basieren auf dem Saprobiensystem und werden in Gewässergütekarten dargestellt. Das Saprobiensystem erlaubt die Einordnung eines Gewässers anhand von Leitsaprobionten (Indikator-Organismen) in eine von vier Güteklassen durch die normierte Ermittlung des Saprobienindex. Wikipedia


 

Archiv

Themen

Schlagworte

Anzeigen