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Technische Universität Kaiserslautern, 16.03.05

TU Kaiserslautern und Industriepartner gründen SmartFactory - Die intelligente Fabrik der Zukunft

Neuste Informations- und Kommunikationstechnologien erlauben mit Hilfe miniaturisierter Chipbausteine zunehmend die problemlose Vernetzung und selbständige Organisation von Alltagsgegenständen. Somit entstehen neue Anwendungsmöglichkeiten und Dienste, die in sogenannten Smart Homes getestet und zur Marktreife gebracht werden.

Vor dieser Herausforderung steht jedoch nicht nur die Hausautomations- und Konsumindustrie, sondern ebenso der Bereich industrieller Anwendungen. Drahtlose Datenübertragungstechniken, selbstorganisierende Netzwerke oder neuartige Interaktionstechniken zwischen dem Menschen und seiner Umgebung versprechen, auch in ihrer industriellen Anwendung von Vorteil zu sein.Daher griffen mehrere Hersteller und Anwender von Fabrikkomponenten die Idee des Zentrums für Mensch-Maschine-Interaktion (ZMMI) auf, ein Demonstrations- und Entwicklungszentrum für "smarte" Technologien einzurichten.


Hierzu hat eine Partnergruppe das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH) mit einer Machbarkeitsstudie zu diesem Vorhaben beauftragt. Die beteiligten Unternehmen waren: BASF AG, Endress+Hauser AG, Infineon AG, KSB AG, Pepperl+ Fuchs GmbH, ProMinent GmbH, PSB GmbH, SAP AG und die Siemens AG.

Wie Prof. Dr. Detlef Zühlke, Projektleiter der Studie, erläuterte, bestätigen die Ergebnisse einerseits die Realisierbarkeit und andererseits die Notwendigkeit eines solchen Branchen übergreifenden Zentrums. Die Studie hat darüber hinaus bereits Entwicklungsfelder definiert, die die Partner nun in vorwettbewerblichen Verbundprojekten gemeinsam angehen wollen. Hierzu zählen zum Beispiel zentimetergenaue Positionsortungssysteme, störsichere und nahtlose Kommunikationssysteme, nutzergerechte Bediensysteme oder das große Feld der virtuellen Fabrikplanungs- und -managementsysteme.

In den nächsten Monaten soll nun diese "SmartFactoryKL" in Kaiserslautern aufgebaut werden und parallel dazu werden sich Projektgruppen bilden, die die wichtigen Fragestellungen in Kooperation zwischen Industrie und Forschung angehen werden. Unterstützt wird das Vorhaben von Verbänden wie dem VDMA und der VDI/VDE-Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) sowie dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium.

Wie Professor Zühlke deutlich machte, bietet Kaiserslautern mit seinem innovativen Umfeld im Bereich der IuK-Technologien eine hervorragende Grundlage für die Umsetzung dieser Fabrik der Zukunft. So existiert dort schon seit längerem ein interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt "Ambient Intelligence", der die notwendige Grundlagenforschung in der Informations- und Kommunikationstechnik liefert.In der bevorstehenden Realisierungsphase ist dieses Zentrum offen für alle interessierten Unternehmen, die sich mit ihren Produkten oder Dienstleistungen aktiv in die Fabrik und die Entwicklungsprojekte einbringen möchten. Um den unterschiedlichen Interessen der beteiligten Unternehmen gerecht zu werden, sind verschiedene Beteiligungskonzepte vom strategischen Entwicklungspartner bis hin zur Anmeldung für einen Info-Newsletter vorgesehen. Nähere Informationen sind unter www.smartfactory-kl.de zu finden.

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Detlef Zühlke
Leiter Zentrum für Mensch-Maschine-Interaktion am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI GmbH
Postfach 3049
67653 Kaiserslautern
Tel: 0631-205 3570
Fax: 0631-205 3705
Email: zuehlke@mv.uni-kl.de

Weitere Informationen:


Dipl.-Volkswirt Thomas Jung, Technische Universität Kaiserslautern
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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