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Forschungszentrum Karlsruhe in der..., 14.02.07

Stilllegung nuklearer Anlagen

Die Beseitigung kerntechnischer Anlagen geschieht über relativ lange Zeiträume von mehr als zehn Jahren. Insbesondere der Rückbau einzigartiger Prototypanlagen erfordert viele technologische Neuentwicklungen und parallel dazu mehrstufige Genehmigungsverfahren. So wird neben dem primären Ziel - der Beseitigung der Anlage - eine umfassende Expertise entwickelt, die, auch im internationalen Maßstab, Marktsegmente für Rückbauleistungen und neue Technologien wie Verglasung hochaktiver Abfälle oder Zerlegung aktivierter und kontaminierter Komponenten erschließt.


Bei zwei Anlagen - beide außerhalb des Forschungscampus bei Karlsruhe - wurde die Beseitigung schon vor Jahren abgeschlossen: dem Kernkraftwerk Niederaichbach (1995) und dem Heißdampfreaktor Karlstein in Groß-Welzheim (1998). An die ehemaligen Reaktorstandorte erinnern nur noch Informationstafeln.

Vier Anlagen innerhalb des Forschungszentrums Karlsruhe befinden sich in unterschiedlichen Stadien des Rückbaus: Der Forschungsreaktor 2 befindet sich seit 1996 im so genannten sicheren Einschluss, der Mehrzweckforschungsreaktor soll bis 2010 zur "grünen Wiese" zurückgebaut sein, ebenso die Kompakte Natriumgekühlte Kernreaktoranlage. Der Rückbau der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, die 2006 in die Zuständigkeit der Energiewerke Nord übergegangen ist, soll bis zum Jahr 2019 abgeschlossen sein.

Den Stand des Rückbaus und die Vielzahl der technologischen Entwicklungen beschreiben 12 Artikel - teilweise von Kooperationspartnern des Forschungszentrums geschrieben - in der jüngsten Ausgabe der "Nachrichten", der wissenschaftlichen Zeitschrift des Forschungszentrums Karlsruhe.

Die neueste Ausgabe der "Nachrichten" können Sie bei der Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit des Forschungszentrums Karlsruhe (Telefon: 07247 82-2861, Fax: 07247 82-5080, E-Mail: info@oea.fzk.de) anfordern oder im Internet unter http://www.fzk.de/nachrichten einsehen. Dort finden Sie auch ein Archiv mit älteren Ausgaben.

Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, die mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands ist. Die insgesamt 24000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft forschen in den Bereichen Struktur der Materie, Erde und Umwelt, Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Energie sowie Schlüsseltechnologien.

Joachim Hoffmann 13. Februar 2007

Diese Presseinformation ist auch im Internet unter der Adresse des Forschungszentrums Karlsruhe abrufbar: http://www.fzk.de

Weitere Informationen:


Dr. Joachim Hoffmann, Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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