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Universität des Saarlandes, 05.12.03

Sonderforschungsbereich in den Nanowissenschaften wird erneut verlängert

Spitzenforschung in den Nanowissenschaften:

Sonderforschungsbereich 277 "Grenzflächenbestimmte Materialien" wird erneut verlängert

- Erste Ergebnisse und Ausblick in die Zukunft -

Der Sonderforschungsbereich 277 "Grenzflächenbestimmte Materialien" geht mit neun Teilprojekten zu Synthese, Charakterisierung, physikalischen Eigenschaften und Modellierung nanokristalliner Materialien in die vierte Runde. Bis Ende 2006 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Fördermittel in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro bewilligt. Den über 30 am SFB beteiligten Saarbrücker Chemikern, Physikern und Werkstoffwissenschaftlern wurde somit erneut ihre Spitzenposition in einem Forschungsfeld der Zukunft bestätigt. Die von ihnen betriebene exzellente Grundlagenforschung macht sich nicht nur im universitären Umfeld sehr positiv bemerkbar, sondern strahlt außerdem vorteilhaft in die Saar-Wirtschaft aus.


Aus diesem erfreulichen Anlass laden Professor Dr. Rolf Hempelmann (Sprecher des SFB, Physikalische Chemie der UdS) und Professor Dr. Rainer Birringer (stellvertretender Sprecher, Technische Physik der UdS) zu einem Pressegespräch ein

am Mittwoch, 10. Dezember 2003 um 15 Uhr,
ins Dienstzimmer von Prof. Hempelmann in Geb. 9.2.

Die beiden Experten werden über den aktuellen Stand der Saarbrücker Nano-Forschung im Rahmen des SFB 277 berichten und Einblicke in die faszinierende Welt der grenzflächenbestimmten, nanokristallinen Materialien geben:

Magnetische Flüssigkeiten, transparente UV-Absorber, Farben ohne Farbstoffe, Chamäleon-artige Hydrogele, elektrisch leitfähige Kunststoffe, Aluminium so hart wie Stahl, Oberflächen mit eingebauter Hygiene, "quantum size"-Effekte in Halbleitern - das klingt wie aus dem Zauberkasten. Zur Realität geworden sind diese Highlights jedoch nur durch die an der Universität des Saarlandes mit Begeisterung und Engagement betriebene Pionierarbeit. Die hierbei, d.h. in den Nanowissenschaften gewonnenen Erkenntnisse, stellen die Basis gesicherten Wissens für die Nanotechnologie dar, deren Produkte schon Einzug in unseren Alltag halten. Die direkte Wechselwirkung zwischen Technologie und Grundlagenforschung generiert Synergieeffekte, die sich in der Herstellung ganz neuer Materialien oder Systeme mit faszinierenden Eigenschaften manifestiert und somit der Nanotechnologie den Weg zur Zukunftstechnologie ebnet. Umgekehrt wirft diese Synergie wiederum neue wissenschaftliche Fragestellungen auf, die als treibende Kräfte zum Erkenntnisgewinn in den noch jungen Nanowissenschaften beitragen.

Über 30 Chemiker, Physiker und Werkstoffwissenschaftler der Universität des Saarlandes, des Instituts für Neue Materialien (INM) und des Fraunhofer-Instituts für zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) setzen alles daran, diese Vision wahr werden zu lassen. Dass sie sich mit ihren intensiven Grundlagenforschung genau auf dem richtigen Weg befinden, bestätigt nun die Verlängerung des Sonderforschungsbereichs durch die DFG. "Das Auswahlverfahren ist sehr streng", betont Professor Dr. Rolf Hempelmann, "nur wer mit wissenschaftlicher Fundierung überzeugt, hat Chancen auf eine Förderung." Und weiter: "Uns geht es darum, die Welt der Nanoteilchen besser zu verstehen, um die Eigenschaften von Materialien noch gezielter einstellen zu können." Mit welcher Begeisterung die Saarbrücker Nano-Wissenschaftler bei der Sache sind, belegt eindrucksvoll die Zahl der Publikationen, die sich allein in der jetzigen dreijährigen Förderperiode auf über 200 beläuft.

Professor Dr. Rolf Hempelmann und Prof. Dr. Rainer Birringer stehen Ihnen am 10. Dezember für Fragen zum Thema "Grenzflächenbestimmte Materialien" zur Verfügung und werden Sie - bei Interesse - gerne durch die SFB-Laborräume führen.

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme am Pressegespräch an
bei Sylvia Kuhn (Referentin des SFB 277):

Tel. (0681) 302-3586,
Fax (0681) 302-4222,
E-Mail: sfb277sk@mx.uni-saarland.de

Weitere Informationen:


Saar - Uni - Presseteam, Universität des Saarlandes
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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