Hilfe: Sie befinden sich auf...

Technische Universität Darmstadt, 29.08.02

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Technische Universität Darmstadt, 29.08.02

Schutz vor Missbrauch beim Flaschenpfand

Die Kodierung schützt vor Missbrauch beim Flaschenpfand
Einwegdosen und -flaschen sind ökologisch höchst problematisch. Deshalb haben verschiedene Länder in Europa - darunter Deutschland - gesetzlich ein Pfand für Getränkeverpackungen* eingeführt, um dadurch den Anteil an Mehrwegverpackungen deutlich zu steigern. Bei ca. 10 Milliarden Verpackungen pro Jahr allein in Deutschland lässt sich unschwer ermessen, wie positiv sich eine solche Umstellung auf das Müll-aufkommen auswirken kann.

In der Regel werden die leeren Dosen und Flaschen in den Einkaufszentren und Läden über Automaten zurückgenommen, die den Pfandbetrag entsprechend der Größe und Form der Verpackung ermitteln und für den Kunden ausdrucken. Dieser Pfandbetrag liegt allerdings deutlich über den tatsächlichen Produktions- bzw. Verwertungskosten. Deshalb muss mit dem betrügerischen Missbrauch des Pfandsystems gerechnet werden, was z. B. im Grenzgebiet zu einem Land, das kein Pfand erhebt, bereits eingetreten ist. Nicht auszuschließen ist zudem, dass leere Dosen und Flaschen gezielt in großen Mengen aus Ländern eingeschleust werden, in denen sie billig zu beschaffen sind.
Um diesen Missbrauch zu verhindern, gibt es verschiedene Vorschläge, die meistens auf eine fälschungssichere Kennzeichnung neben den bereits verwendeten Strichcodes, Grüner Punkt usw. hinauslaufen. Ein solcher neuerlicher Zusatz würde allerdings die Fläche auf der Verpackung, die für die Produktwerbung zur Verfügung steht, noch weiter einschränken.
An der Technischen Universität Darmstadt ist jetzt im Rahmen der Forschungen auf dem Gebiet der Drucktechnik ein neues Verfahren für die fälschungssichere Kodierung von gedruckten Produkten entwickelt worden, das im Fall der Mehrwegverpackungen den Missbrauch verhindern kann. Die Kodierung erfolgt unmittelbar im gesamten Druckbild und benötigt somit keine zusätzliche Fläche bzw. Materialien. Die Erkennung geschieht über ein optisches Erfassungsgerät, das einen beliebigen Ausschnitt aus dem gesamten Druckbild erfasst und mit einem internen Muster vergleicht. Aufgrund der Vielfalt der Muster können zusätzliche Informationen im Druckbild niedergelegt werden, ohne die dem Verbraucher vertraute Produkterscheinung zu stören.
Wenn Sie an weiteren Informationen zu dieser neuen Technologie interessiert sind, wenden Sie sich an Dr. Jean Fischer, c/o Institut für Nachrichtentechnik, Merckstr. 25, 64283 Darmstadt, Email: fischer@nesi.tu-darmstadt.de
*Zum besseren Verständnis: Wir bezeichnen als Verpackung Einwegflaschen, Dosen, Getränkekartons und Trinkbecher. In der Getränkeindustrie wird allerdings der Begriff "Verpackung" für ein Gebinde aus mehreren Dosen, Flaschen, Kartons usw. benutzt.
S.G. 29.8.2002


Sabine Gerbaulet, Technische Universität Darmstadt
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Wasserstoffauto: Unterwegs mit 40 Prozent weniger Energie 
 Autonome Energieversorgung mit Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien