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Hauptverband der gewerblichen..., 20.11.03

Schutz vor elektromagnetischer Strahlung

BG-Forschungsbericht erschienen

Ob Schweißanlage, Handy oder Mikrowelle: Elektromagnetische Felder sind allgegenwärtig; dies gilt für den Arbeitsplatz ebenso wie für die Freizeit. Mögliche gesundheitliche Folgen - vom Hautkribbeln bis zum Herzkammerflimmern - hängen jedoch von der Stärke der elektromagnetischen Einwirkung ab. Sogenannte elektromagnetische Gefahrbereiche, in denen die Grenzwerte überschritten werden und in denen besondere Schutzmaßnahmen gelten, sind Ausnahmen: Hierzu zählen Punktschweißanlagen in der Automobilfertigung oder Trocknungsanlagen in der Textilindustrie.


"Ob und in welchem Umfang elektromagnetische Felder für den Menschen zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung führen und wie wirkungsvoller Schutz aussieht, untersuchen die Berufsgenossenschaften schon seit vielen Jahren", so Fritz Börner, Fachmann für elektromagnetische Felder im Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitsschutz - BIA (Sankt Augustin). "Wir freuen uns, dass der Schutz vor elektromagnetischen Einwirkungen nach einer Entscheidung des EU-Ministerrats nun auch auf europäischer Ebene verpflichtend werden soll."

In Deutschland bieten die Berufsgenossenschaften bereits seit 2001 praktische Hilfen für den Arbeitsschutz bei Gefährdungen durch elektromagnetische Felder an. Unternehmer wie Arbeitnehmer finden Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen für den sicheren Umgang mit elektromagnetischen Feldern, aber auch Informationen über zulässige Werte der elektrischen Feldstärke.

"Gerade weil die Art und Weise, in der das Thema seit einiger Zeit in der Öffentlichkeit diskutiert wird, oft übertriebene Ängste schürt, nehmen wir die Sorgen der Menschen sehr erst. Aus unserer Sicht ist es besonders wichtig, die bereits vorliegenden Erkenntnisse möglichst vielen zu vermitteln", unterstreicht Börner. "Aus diesem Grund haben wir unser Wissen in einem neuen Report zusammen getragen, in dem wir umfassend über das Thema elektromagnetische Felder an Anlagen, Maschinen und Geräten informieren."

Der Bericht erläutert die physikalischen Grundlagen elektromagnetischer Felder, beschreibt deren Wirkungen auf den Menschen und verweist auf geltende nationale, europäische und internationale Vorschriften und Regeln. "Unser wichtigstes Ziel ist es, klarzustellen, wo Gefährdungen beginnen und wie die verschiedenen Grenzwerte zu verstehen sind. Außerdem zeigen wir, wo und in welchem Umfang typische elektromagnetische Belastungen in der Industrie auftreten und welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden können."

Der Report ist als Download im Internet verfügbar unter http://www.hvbg.de/...bia/pub/rep/rep04/bia0603.html; die Print-Fassung kann ebenfalls dort kostenlos bestellt werden.

Ansprechpartner:
Fitz Börner, Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitsschutz
Tel.: 02241/231-2676
E-Mail: Fritz.Boerner@hvbg.de

Weitere Informationen:


Andreas Baader, Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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