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Ruhr-Universität Bochum, 04.07.00

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Ruhr-Universität Bochum, 04.07.00

RUB-Elektrotechniker und Maschinenbauer ausgezeichnet

Mit dem mit 10.000 DM dotierten Gebr. Eickhoff-Preis werden am 7. Juli 2000 zum zwölften Mal zwei RUB-Wissenschaftler für ihre hervorragenden Dissertationen ausgezeichnet: Dr.-Ing. Dietmar Weigt (Fakultät für Maschinenbau) entwickelte "Ein lernfähiges System zur erfahrungsbasierten Unterstützung der Belegungs- und Reihenfolgeplanung in der Fertigungssteuerung", und Dr.-Ing. Achim Köhler (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) beschäftigte sich mit der "Dickschicht-Hybrid-Technik als Aufbau- und Verbindungstechnik für die Optoelektronik - Eigenschaften, Bauelemente, Einsatzmöglichkeiten". Die Verleihung erfolgt durch die Dekane der Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik und Maschinenbau ab 10.15 Uhr im Hause der Gebr. Eickhoff (Hunscheidtstr. 176, 44789 Bochum).

Bochum, 04.07.2000
Nr. 183

Zwölfte Verleihung des Gebr. Eickhoff-Preises
RUB-Elektrotechniker und Maschinenbauer ausgezeichnet
Neue Erkenntnisse für Optoelektronik und Fertigungssteuerung

Mit dem mit 10.000 DM dotierten Gebr. Eickhoff-Preis werden am 7. Juli 2000 zum zwölften Mal zwei RUB-Wissenschaftler für ihre hervorragenden Dissertationen ausgezeichnet: Dr.-Ing. Dietmar Weigt (Fakultät für Maschinenbau) entwickelte "Ein lernfähiges System zur erfahrungsbasierten Unterstützung der Belegungs- und Reihenfolgeplanung in der Fertigungssteuerung", und Dr.-Ing. Achim Köhler (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) beschäftigte sich mit der "Dickschicht-Hybrid-Technik als Aufbau- und Verbindungstechnik für die Optoelektronik - Eigenschaften, Bauelemente, Einsatzmöglichkeiten". Die Verleihung erfolgt durch die Dekane der Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik und Maschinenbau ab 10.15 Uhr im Hause der Gebr. Eickhoff (Hunscheidtstr. 176, 44789 Bochum). Die Medien sind herzlich willkommen.


Lernbaustein nimmt Disponenten Arbeit ab

Eine gute Fertigungssteuerung zeichnet sich durch kurze Durchlauf- und Lieferzeiten, hohe Termintreue und eine gute Auslastung der teuren Maschinen bei wenig Lagerhaltung aus. In den meisten Betrieben ist diese Qualität noch stark von der Erfahrung des zuständigen Mitarbeiters abhängig. Sein Wissen ist allerdings kaum formulierbar, so dass er es weder auf Kollegen noch auf Datenbanken einfach übertragen kann. Für das Unternehmen ist es aber wünschenswert, Zugang zum Wissen seiner Mitarbeiter zu haben, um Synergien erkennen und es weiter verbessern zu können - die meisten Experten halten dieses Organisationale Lernen für einen zukünftig entscheidenden Wirtschaftsfaktor. Dr.-Ing. Dietmar Weigt hat in seiner Dissertation (Betreuung: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Maßberg und Prof. Dr.-Ing. Ewald Georg Welp) einen "Lernbaustein" entwickelt: Ein computergestütztes System beobachtet den Disponenten bei der Bildung von Auftragsreihenfolgen und leitet dabei die von ihm benutzten Regeln ab, ohne dass dieser zusätzliche Erklärungen geben muss. Die Basis des Lernbausteins sind neuronale Netze. Diese sehr einfachen Modelle biologischer Nervensysteme werden mit Beispielfällen trainiert, indem man ihnen sowohl die Basisdaten einer Reihenfolgeplanung, wie etwa Liefertermine, Auslastungen und Rüstzeiten, als auch die Ergebnisse eingibt. Der Baustein kann auf die Planungsregeln rückschließen und diese Regeln zukünftig selbstständig anwenden. Das System kann dann den Mitarbeiter entlasten, indem es ihm Routineaufgaben abnimmt, oder es dient zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter.

Neue Materialien für die Telekommunikation

Auf der Suche nach innovativen Lösungen für die Telekommunikation, industrielle Mess- und Regeltechnik oder die Unterhaltungselektronik verspricht die Kombination mehrerer Mikrotechniken neue Erfolge. Für die Integration von Mikro- und Optoelektronik ist die Dickschicht-Hybridtechnologie von Bedeutung: Ihre Eignung als bewährte Aufbau- und Verbindungstechnik hat Dr.-Ing. Achim Köhler (Betreuung: Prof. Dr.-Ing. Peter Dullenkopf, Prof. Dr.-Ing. Heiko Thust) untersucht. Er erforschte die optischen Eigenschaften von Dickschichtmaterialien, prüfte die Eignung von Glassubstraten in der Dickschichttechnik und untersuchte die Grundlagen und dickschichttechnische Herstellung von Elektroluminiszenz-Leuchtzellen für neue Anwendungsmöglichkeiten in der Sensorik, Anzeigetechnik und der Signal- und Energieübertragung. Anhand von Beispielschaltungen bewies er die Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit der vorgestellten Technologien.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Maßberg, Fakultät für Maschinenbau der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-27410, Fax: 0234/32-14-157

Prof. Dr.-Ing. Peter Dullenkopf, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-23138

Programm

Begrüßung - Dr. rer.pol. Paul Rheinländer, Geschäftsführer der Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik und Eisengießerei mbH

Grußadresse an die Geschäftsführung und Belegschaft der Gebr. Eickhoff mbH - Prof. Dr.-Ing. Ewald Georg Welp, Dekan der Fakultät für Maschinenbau

Vorstellung der Preisträger und der ausgezeichnetet Arbeiten

Verleihung der Preise durch die Dekane für Maschinenbau (Prof. Dr.-Ing. Ewald Georg Welp) und Elektrotechnik und Informationstechnik (Prof. Dr.-Ing. York Tüchelmann)


Dr. Josef König, Ruhr-Universität Bochum
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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